Mond präsentiert Erdbewohnern wegen gebundener Rotation stets dasselbe Gesicht

Dass der Mond seine Rückseite vor dem Betrachter auf der Erde verbirgt, hängt mit der Rotation unseres Trabanten zusammen - genauer gesagt mit zwei Rotationsbewegungen des Mondes: der Drehung um seine eigene Achse und seiner Drehung um die Erde. Dabei dauert eine Umdrehung des Mondes um seine Achse genauso lange wie eine Umrundung der Erde, nämlich 27,3 Tage.

Der Mond umkreist also binnen eines Monats einmal die Erde und dreht sich währenddessen auch einmal um seine Achse. Astronomen nennen dies gebundene Rotation - sie liefert die Erklärung dafür, dass der Mond dem irdischen Beobachter stets nur ein und dieselbe Seite zuwendet.

Ursache der gebundenen Rotation sind die Gezeitenkräfte, die Erde und Mond aufeinander ausüben. Auf den Mond wirken diese Kräfte allerdings weitaus stärker als auf die Erde - mit der Folge, dass die Eigenrotation des Erdtrabanten letztlich so stark abgebremst wurde, dass sie seiner Umlaufzeit um die Erde entspricht.