Moon über koreanische Annäherung: "Sehr bewegend für die Welt"

Moon über koreanische Annäherung: "Sehr bewegend für die Welt"

Südkoreas Staatspräsident Moon Jae In hat den gemeinsamen Auftritt von Nord- und Südkorea bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang als "sehr bewegend" bezeichnet. Dies gelte "nicht nur für die Koreaner, sondern für die Welt", sagte Moon bei einem Besuch des Medienpressezentrums in Pyeongchang.
Den Organisatoren der Spiele sei es gelungen, aus den Winterspielen 60 Kilometer südlich der Grenze zu Nordkorea "Friedensspiele" zu machen, betonte Moon. Das sei ein großes Ziel der Olympia-Macher gewesen, erklärte das Staatsoberhaupt.
Durch den Start Nordkoreas bei Olympia und die Gespräche im Vorfeld sei nicht nur eine deutliche Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen erreicht worden. "Wir glauben auch, dass es ein wachsendes Verständnis für die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen Nordkorea und den USA gibt, auch über den Abbau nuklearer Waffen", sagte Moon.
Nordkoreas Diktator Kim Jong Un hatte sich im vergangenen Jahr mit militärischen Provokationen den Zorn vor allem der USA zugezogen. Kim lieferte sich in der Öffentlichkeit über Monate scharfe Verbalattacken mit US-Präsident Donald Trump.
Auf seiner Neujahrsansprache kündigte Kim überraschend an, dass sein Land bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang teilnehmen werde. Die offiziell noch verfeindeten Länder sind bei der Eröffnungsfeier Seite an Seite einmarschiert und stellen bei den Spielen ein gemeinsames Frauen-Eishockeyteam.
Moon wertete die 23. Winterspiele als "erfolgreiche Spiele". Man habe viele Ziele erreicht. "Die Olympischen Spiele haben bislang reibungslos funktioniert, und wir haben gleichzeitig viele Rekorde erlebt", sagte Südkoreas Präsident.