MOPO-Brandstiftung: Die Feuerteufel und ihr seltsames Geständnis

Mehr als zwei Jahre danach zeigten nur zwei Täter wirkliche Reue.

Mit überraschenden Geständnissen begann am Montag der Prozess um die Brandanschläge auf die Max-Brauer-Schule und auf die MOPO. Die vier Angeklagten schildern die Taten vom Januar 2015 als unpolitische „Dumme-Jungen-Streiche“. Die Staatsanwaltschaft sieht das anders, auch die Vorsitzende Richterin zeigt sich skeptisch.

Die Chat-Protokolle, die die Polizei sichergestellt hat, klangen teils martialisch. Von Ungläubigen, die brennen sollen, ist da etwa die Rede. Die Staatsanwaltschaft ist sicher, dass „Verärgerung über Mohammed-Karikaturen“ das Tatmotiv in beiden Fällen ist – doch die vier jungen Muslime (20 bis 22) geben sich zum Prozessauftakt betont kleinlaut und unreligiös.

Nachdem Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidiger sich auf den Deal „Geständnisse gegen Bewährungsstrafen“ geeinigt hatten, brachen die jungen Männer am Montag erstmals ihr Schweigen. Ihnen wird „versuchte Brandstiftung“ vorgeworfen – obwohl der Brand bei der MOPO mehrere Hunderttausend Euro Schaden verursacht hat. Weil das Feuer „nur“ Akten erfasst hat, dank der Feuerwehr aber nicht auf feste Gebäudeteile übergegangen ist, gilt der Anschlag juristisch als „Versuch“.

Die Angeklagten sind alle in Altona aufgewachsen, teilweise kennen sie sich schon aus dem evangelischen (!) Kindergarten an der Kreuzkirche Ottensen. Tenor: Man sei beim „Chillen“ und Wodkatrinken auf dumme Gedanken gekommen.

„Ich entschuldige mich bei den...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo

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