Die MOPO präsentiert: Das sind die zehn Hamburger des Jahres

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Was war das für ein Jahr! Die Corona-Pandemie hat unser Leben extrem verändert. Viele alltägliche Dinge sind nicht mehr so einfach möglich, Menschen mussten ihre Liebsten beerdigen, Arbeitsplätze sind verloren gegangen, Hamburger kämpften und kämpfen um ihre Existenz. Trotzdem war 2020 nicht alles schlecht, denn was Hamburg auch oft bewiesen hat, war Solidarität, ein Gemeinschaftsgefühl, das vielen Leuten Sicherheit gegeben und Mut gemacht hat. Ein paar Hamburgerinnen und Hamburger sind der MOPO in diesem Jahr besonders im Gedächtnis geblieben. Menschen, die vorher niemand kannte und die uns plötzlich täglich die Welt erklärt haben. Die besonderes geleistet haben. Die über sich hinausgewachsen sind. Oder deren Wichtigkeit wir erst jetzt richtig zu schätzen gelernt haben. Dies ist eine Auswahl, sie stehen stellvertretend für die vielen Hamburger, die 2020 wichtig waren oder Großes geleistet haben. Audrey Boateng: Hamburger Model und Schauspielerin Anfang Juni gingen 14.000 Menschen in Hamburg für den von einem Polizisten getöteten US-Amerikaner George Floyd auf die Straße und wollten ein Zeichen gegen Rassismus setzen. Die Organisatorin der Demo, die Hamburger Schauspielerin Audrey Boateng, hatte zuvor nie eine Demo organisiert und mit ein paar hundert Teilnehmer gerechnet. Ein Beispiel, wie einzelne Menschen Großes auf die Beine stellen können. „Die Botschaft ist so noch kraftvoller gewesen“, sagte sie damals. Gerade in diesen Zeiten sei es wichtig, sich gegen Rassismus einzusetzen. „Rassismus ist auch wie ein Virus“, so Boateng. „Alle suchen nach einem Corona-Heilmittel. Aber für Rassismus ist seit Jahrhunderten kein Heilmittel gefunden worden.“ Im 21. Jahrhundert sei es nun wirklich mal an der Zeit dafür. Marylyn Addo: Hamburger Ärztin und Forscherin am UKE Marylyn Addo war vor der Pandemie nur Insidern bekannt - im Frühjahr war sie plötzlich eine der prominentesten Gesichter Corona-Krise. Die Wissenschaftlerin und Ärztin mit Fachgebiet der Infektiologie forschte nicht nur an der Bekämpfung des Virus, sondern gab unzählige Interviews und erklärte geduldig den aktuellen Forschungsstand zum Impfstoff. Dazu beantwortete sie auch die Fragen, warum die Impfstoffe sich im Rekordtempo entwickeln konnten und warum dies nicht auf Kosten der Sicherheit erfolgt sei. Unter ihrer Leitung wurde ein potenzieller Impfstoff am UKE getestet. Die Ärztin arbeitete bereits maßgeblich an der Entwicklung des Ebola- und des MERS-Impfstoffs mit. Addo wurde 2020 zur Medizinerin des Jahres gekürt. Noch mehr Helden der Corona-Krise: Supermarkt-Mitarbeiter Im ersten Lockdown wurden sie auf einmal in der Gesellschaft sichtbar und als systemrelevant eingestuft: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Supermärkten, die sich mit einem plötzlichen „Run“ auf die Läden konfrontiert sahen. Unvergessen in der ersten Phase der Pandemie die Klopapier-Knappheit und leere Regale, in denen sonst...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo