Mordanklage gegen Pflegerin nach Potsdamer Bluttat mit vier Toten erhoben

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Statue von Justitia (AFP/INA FASSBENDER)

Nach dem vierfachen Tötungsdelikt in einer Potsdamer Behinderteneinrichtung Ende April hat die Staatsanwaltschaft Mordanklage gegen die 52-jährige tatverdächtige Pflegerin erhoben. Der Frau werden Mord in vier Fällen sowie versuchter Mord in drei Fällen jeweils in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen, wie die Behörde am Dienstag in Potsdam mitteilte. Die Frau soll demnach allerdings vermindert schuldfähig sein.

Die Mitarbeiterin des Oberlinhauses sei hinreichend verdächtig, am 28. April fünf schutzlose Bewohner der Einrichtung in Tötungsabsicht angegriffen zu haben. Ihr werde zur Last gelegt, vier Menschen mit Behinderungen heimtückisch getötet zu haben, nachdem sie dies zunächst in zwei Fällen vergeblich versucht habe.

Im Anschluss daran habe sie eine weitere Bewohnerin mit einem Messer angegriffen - die Frau überlebte den Angriff schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft sei der vorläufigen Einschätzung der Sachverständigen, die Pflegekraft habe die Taten im Zustand erheblich verminderter Schuldfähigkeit begangen, gefolgt, hieß es.

awe/cfm

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