Mordprozess um französische Austauschstudentin in Österreich im März

Mehr als sechs Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer französischen Austauschstudentin in Österreich soll der mutmaßliche Täter vor Gericht gestellt werden. Der Mordprozess gegen den angeklagten rumänischen Fernfahrer sei für den 24. März anberaumt worden, sagte ein Sprecher des Landesgerichts Innsbruck am Mittwoch der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Der 43-Jährige steht im Verdacht, im Januar 2014 die 20 Jahre alte Austauschstudentin Lucile K. im österreichischen Kufstein vergewaltigt und getötet zu haben. Ihre Leiche wurde von Polizisten am Ufer des Inns entdeckt, nachdem sie als vermisst gemeldet worden war. Die Tatwaffe, eine Hubstange, wurde später im Inn gefunden. Der Angeklagte soll die Tat laut APA gestanden haben.

Der Mann soll APA zufolge noch im Lauf der Woche von Deutschland nach Innsbruck überstellt werden. Der Rumäne war im Dezember 2017 in Deutschland nach dem Sexualmord an der 27-jährigen Joggerin Carolin G. bei Freiburg zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden.

Der Lkw-Fahrer war 2017 in Deutschland verhaftet worden. Maut-Abrechnungsdaten aus Kufstein, die Tatwaffe und an beiden Tatorten gefundene DNA brachten die Ermittler auf die Spur des Fernfahrers. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hatte laut APA bereits im Juni 2018 Mordanklage gegen den Mann erhoben. Das Verfahren in Deutschland und damit die Auslieferung nach Österreich verzögerten sich jedoch.