Mordverdacht: Indischer Glücksminister offenbar untergetaucht

Im Jahr 2009 wurde der indische Oppositionspolitiker Makhanlal Jatav ermordet. Nun hat die Polizei einen Tatverdächtigen genannt, bei dem es sich ausgerechnet um den Glücksminister Lal Singh Arya des Bundesstaates Madhya Pradesh handelt.

Indischen Medienberichten zufolge sei Lal Singh Arya im Mordfall von Makhanlal Jatav offiziell als Tatverdächtiger bestätigt worden. Ein indisches Gericht erließ letzte Woche einen Haftbefehl gegen den 53-Jährigen, der die Vorwürfe bisher zurückwies. Der Gerichtstermin soll am 19. Dezember stattfinden, doch Arya soll seit Dienstag nicht mehr auffindbar sein.

Laut „Times of India“ soll die Polizei bereits in den indischen Städten Bhopal, Gwalior und Gohad nach ihm gesucht haben – bisher ohne Erfolg. Ein Polizeisprecher teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, man sei optimistisch, Arya noch vor der Anhörung zu finden.

Madhya Pradesh ist der einzige indische Bundesstaat mit einem „Glücksminister”. (Bild: AP Photo)

Madhya Pradesh (72,6 Millionen Einwohner) ist der erste und einzige indische Bundesstaat mit einem Glücksminister. Das Amt gibt es erst seit vergangenem Jahr. „Der Staat übernimmt Verantwortung für die Fröhlichkeit sowie die Toleranz seiner Bürger und wird Psychologen einbinden, um Menschen dabei zu unterstützen, immer glücklich zu sein“, erklärte damals Regierungschef Shivraj Singh Chauhan laut „Telegraph“. Ein aktuelles Statement zu Lal Singh Arya steht bisher aus.

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