Morgan Plus Four fährt mit BMW-Hilfe

Mit BMW-Vierzylinder unter dem scheinbar alten Blech: So kommt der Morgan Plus Four um die Kurve.

Die britische Schmiede Morgan baut Autos im Oldtimer-Look mit moderner Technik unter dem geschwungenen Blech. Im aufgefrischten Plus Four werkelt nun ein kräftiger Motor aus Bayern.

Malvern Link (dpa/tmn) - Nach dem Plus Six erneuert Morgan nun auch den Plus Four und bringt den Roadster im Sommer in den Handel.

Der kaum 1000 Kilo schwere Zweisitzer des britischen Sportwagenherstellers sieht mit geschwungenen Kotflügeln und knappem Lederverdeck zwar auch weiterhin aus wie ein Oldtimer, wurde aber «zu 97 Prozent» aus neuen Teilen gebaut, wie das Unternehmen mitteilte.

Das wichtigste davon ist der Motor, der künftig von BMW kommt. Der zwei Liter große Turbo-Vierzylinder ist mit 190 kW/258 PS rund zwei Drittel stärker als bisher, hat aber mit Normverbrauchswerten ab 7,0 Litern (CO2-Ausstoß: 159 g/km) einen ähnlichen Verbrauch wie der Vorgänger.

Erstmals mit Automatik und LED-Scheinwerfern

Erstmals auch mit Automatik lieferbar, beschleunigt der Plus Four in 4,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h. Der Turbomotor ist aber nicht die einzige Errungenschaft der Moderne, die in dem fabrikneuen Auto im Oldtimer-Look Einzug hält. Denn erstmals in der Baureihe gibt es LED-Scheinwerfer und eine Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung.

Die Preise für den neuen Plus Four gibt Morgan mit 79 900 Euro für die Version mit Sechsgang-Schaltgetriebe an, das Modell mit Achtgang-Automatik kostet ab 82 500 Euro.