Morgenpost-Ratgeber: Eigentum: Welche Fristen bei Entschädigung beachten?

Wenn der Pachtvertrag für ein Wochenendgrundstück in der ehemaligen DDR endet, kann es Streit um die Entschädigung geben. Gutachten sind dann entscheidend.

Ich bin Miteigentümerin eines Grundstücks, welches bis zum 31.10.2016 verpachtet war. Der Pachtvertrag wurde durch alle Miteigentümer unter Beachtung des Schulrechtsanpassungsgesetzes ordnungsgemäß gekündigt. Am Tag der Übergabe wurde ein Wertgutachter beauftragt, den Zeitwert des Bungalows zu ermitteln. Nun will der Pächter einen erheblich höheren Betrag und verlangt eine sofortige Zahlung seiner Forderung. Welche konkreten Regelungen müssen in diesem Fall beachtet werden und welche Fristenregelungen für die Zahlung der Abfindung gibt es?

Dr. Carsten Brückner Das Schuldrechtsanpassungsgesetz regelt die Ansprüche der Parteien eines Nutzungsvertrages, der vor dem 3.10.1990 abgeschlossen worden ist, über ein Erholungsgrundstück im Gebiet der ehemaligen DDR (sogenanntes Datschengrundstück).

Der Grundstückseigentümer hat dem Nutzer nach Beendigung des Vertragsverhältnisses eine Entschädigung für ein entsprechend den Rechtsvorschriften der DDR errichtetes Bauwerk zu leisten. Endet das Vertragsverhältnis durch Kündigung des Grundstückseigentümers, ist die Entschädigung nach dem Zeitwert des Bauwerks im Zeitpunkt der Rückgabe des Grundstücks zu bemessen.

Zweite Expertise möglich

Für die Ermittlung des Zeitwerts des Bauwerks ist ein Gutachter zu beauftragen. Das hat nach Ihren Angaben vorliegend auch stattgefunden. Das von dem Gutachter gefundene Ergebnis ist für die Vertragsparteien so lange verbindlich, bis eine der beiden Vertragsparteien das Gutachterergebnis anzweifelt. Das kann abe...

Lesen Sie hier weiter!

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen