Morgenpost-Ratgeber: Miete: Wie Anspruch auf Sonnenschutz durchsetzen?

Werden beim Austausch der Dachfenster die Rollläden entfernt, muss der Hauseigentümer in der Regel den alten Zustand der Mietsache wieder herstellen.

Im Februar 2011 hat unser Vermieter nach Hinweisen auf Zimmertemperaturen über 30 Grad zwei Außenrollläden mit Handkurbel auf die Braas-Dachflächenfenster montiert. Ab Frühjahr 2015 erfolgte eine Dachsanierung, in deren Folge die Fenster ausgetauscht wurden, die Rollläden konnten nicht mehr verwendet werden. Uns wurde vom zuständigen Vertreter des Vermieters Wiederherstellungsanspruch zugesagt. Die jetzigen Roto-Fenster haben einen Uw-Wert von 1.3 Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Der Wiederherstellungsanspruch wurde nach Abschluss der Arbeiten nicht mehr anerkannt. Im letzten Sommer überschritt die Raumtemperatur wiederholt 30 Grad. Wie können wir den mündlich zugesagten Anspruch geltend machen?

Reiner Wild: Da der Sachverhalt einige Fragen offen lässt, kann die Rechtsfrage nur summarisch geprüft werden. Zunächst hätte der Mieter aus der vertraglichen Zusage des Erfüllungsgehilfen des Vermieters einen Anspruch auf Anbringung neuer Außenrollladen. Gleichwohl dürfte die Durchsetzung dieses Anspruchs wohl an der fehlenden Beweisbarkeit (Zeugen?) scheitern. Aber auch ohne diese Zusage ergibt sich aus dem Mietvertrag selbst grundsätzlich ein Anspruch auf Wiederanbau von Außenrollladen.

Kein Anspruch auf Rollläden bei Fassadendämmung

Mit dem 2011 erfolgten Einbau durch den Vermieter hat sich die Sollbeschaffenheit der Mietsache verändert. Ab diesem Zeitpunkt war eine "Wohnung mit Außenrollladen" vom Vermieter geschuldet. Eine Änderung dieser Sollbeschaffenheit ("Wohnung ohne Außenrol...

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