Morgenpost-Ratgeber: Schule: Ein Handy für Viertklässler?

Bei ihrer Entscheidung über ein Mobiltelefon für ihre Kinder sollten Eltern keinem Druck von außen nachgeben. Bei Hänseleien sind Lehrer die ersten Ansprechpartner.

Unser Sohn besucht die 4. Klasse der Grundschule. Anders als viele Mitschüler besitzt er kein Handy, weil meine Frau und ich das nicht wollen. Jetzt wird er aber deswegen von seinen Klassenkameraden gehänselt und leidet darunter. Meinen Sie, wir sollten ihm ein Handy besorgen, oder sehen Sie noch eine andere Lösung - was raten Sie?

Dr. Isabel Trenk-Hinterberger: Die Frage, ob ihr Kind ein Handy braucht, stellen sich mittlerweile viele Eltern, das fängt häufig schon im frühen Grundschulalter an. Anlass für die Anschaffung eines Handys sollte keinesfalls das von Ihnen beschriebene Hänseln sein. Zum einen bedarf es eines Gesprächs mit Ihrem Sohn, in dem Sie ihn bestärken, sich gegen die Hänseleien zu wehren (z.B. durch verbales Reagieren oder auch bewusstes Ignorieren).

Wichtig ist, dass er an dieser Stelle ein gesundes Selbstbewusstsein zeigt und sich behauptet. Die Kinder, die gehänselt haben, sollten Sie nicht selbst ansprechen, sondern Sie sollten unmittelbar das Gespräch mit der Klassenlehrerin oder auch der Erzieherin suchen. Sie sollte das Thema mit den Kindern aufgreifen und mit ihnen erarbeiten, wie damit umgegangen werden kann. In bestimmten Fällen betreffen und beeinflussen Hänseleien das Klassenklima als Ganzes. Zur Bearbeitung dieses Themas im Klassenverband gibt es verschiedene schulische Möglichkeiten (z.B. den Klassenrat als wöchentliches Forum).

Aus Spott kann Mobbing werden

Wesentlich ist auch, dass Sie ruhig bleiben und den Konflikt nicht unmittelbar unter das St...

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