Moskau meldet bei WTO mögliche Sanktionen als Reaktion auf US-Strafzölle an

Streit um Einfuhrzölle für Stahl

Russland hat bei der Welthandelsorganisationb (WTO) mögliche Sanktionen gegen die Vereinigten Staaten als Reaktion auf die US-Strafzölle für Stahl und Aluminium angemeldet. In der Mitteilung, die der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vorlag, wurden die US-Strafzölle als protektionistische Maßnahmen bezeichnet, auf die andere Länder gemäß internationalem Handelsrecht ihrerseits mit der Verhängung entsprechender Maßnahmen reagieren dürfen.

Durch die US-Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Stahl und von zehn Prozent auf Aluminium entstehe Russland ein Schaden von schätzungsweise 538 Millionen Dollar (457 Millionen Euro), heißt es in der Mitteilung weiter.

Bei den von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzöllen gilt für die EU noch bis zum 1. Juni eine vorläufige Ausnahme. Vorsorglich informierte die EU-Kommission die WTO am Freitag jedoch offiziell darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei. Die Kommission legte eine Liste von US-Produkten vor, die "in der Zukunft" mit zusätzlichen Importzöllen belegt werden könnten. Auch China wandte sich wegen der Strafzölle bereits an die WTO.