Motor nach Betanken mit falschem Kraftstoff niemals starten

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Zum falschen Schlauch gegriffen? Wer sich vertankt, sollte das Auto auf keinen Fall starten.
Zum falschen Schlauch gegriffen? Wer sich vertankt, sollte das Auto auf keinen Fall starten.

An der Tankstelle ganz gedankenversunken nach dem falschen Schlauch gegriffen und das Dieselfahrzeug mit Benzin gefüllt? Kann passieren. Gut ist es aber, wenn man das noch vor der Abfahrt bemerkt.

München (dpa/tmn) – Wer aus Versehen den falschen Kraftstoff in den Autotank gefüllt hat, sollte auf keinen Fall den Motor starten. Und wird man sich erst unterwegs des Fehlers bewusst, hält man am besten sofort an, rät der Tüv Süd.

Um den falschen Tankinhalt gegebenenfalls mit einem speziellen Absauggerät wieder zu entfernen, braucht es dann fachmännische Hilfe. Am schlimmsten ist es, wenn ein Dieselfahrzeug mit Benzin gefüllt wurde - denn schon kleine Mengen können dann dafür sorgen, dass das komplette Einspritzsystem des Motors ausgetauscht werden muss.

Zwar verhindert der unterschiedliche Durchmesser der Zapfpistolen in aller Regel das irrtümliche Tanken von Diesel in einen Benziner. Doch umgekehrt passt der schmalere Rüssel eines Benzinschlauchs mühelos in den breiten Einlasstrichter eines Dieseltanks.

Die Versicherung zahlt nicht

Wurde lediglich eine falsche Sorte Superbenzin getankt und dabei eine geringere als die geforderte Qualität eingefüllt, kann man vorsichtig weiterfahren. Vollgas ist dann aber tabu, und Fahrer sollten laut Tüv sobald wie möglich die erforderliche Superbenzin-Sorte nachtanken.

Auch wenn ein Auto nicht für E10-Kraftstoff geeignet ist, kann es dem Tüv zufolge gravierende Schäden geben, wenn aus Versehen E10-Sprit getankt wurde. In der Bedienungsanleitung steht, ob das Fahrzeug dafür grundsätzlich freigegeben ist. Schlimmstenfalls muss auch hier abgepumpt werden.

Eine Kostenerstattung von der Autoversicherung gibt es nach einem Tankirrtum nicht. Denn in einem solchen Fall ist der Versicherte seiner Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen.