Motorboot-Schöpfer Carlo Riva gestorben

Carlo Riva mit Familie 2012 am Steuer eines Riva-Boots

Carlo Riva, Gründer der nach ihm benannten Motorbootfirma Riva, ist am Montag im Alter von 95 Jahren in seiner Heimatstadt Sarnico am norditalienischen Iseosee gestorben. Carlo Galassi, der Chef der Ferretti Group, der Rivas Unternehmen 2000 kaufte, würdigte Riva in einer Erklärung am Dienstag als einen genialen "Meister" und "brillanten Schöpfer" legendärer Luxusschnellboote.

Berühmt wurden die Riva-Boote in den 50er und 60er Jahren, als Filmstars wie Brigitte Bardot, Elizabeth Taylor, Sean Connery und Sophia Loren sich darin ablichten ließen. Stolzer Besitzer eines "Riva" war auch der jordanische König Hussein, der das wohl bekannteste Modell, eine "Aquarama", sein eigen nannte. Weitere in Handarbeit hergestellte Modelle waren "Ariston", "Tritone" und "Sebino".

Die Riva-Familie hatte das seit 1842 in Familienbesitz befindliche Unternehmen 1969 ins Ausland verkauft, bevor es drei Jahrzehnte später mit Ferretti nach Italien zurückkehrte. Ferretti baut nun vor allem große Riva-Boote im Preissegment von 500.000 Euro bis zwölf Millionen Euro. Riva, der nach eigenen Angaben sein erstes Boot mit 17 Jahren baute ("ein kleines Ruderboot"), sagte der Nachrichtenagentur AFP in einem Interview 2012 in Monaco, die Filmdivsa Loren sei die schönste Frau gewesen, die er je an Bord hatte.

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