Musik: City-Schlagzeuger Klaus Selmke gestorben

Berlin. Klaus Selmke, Schlagzeuger der Berliner Band City („Am Fenster“), ist tot. Er sei am Freitag in einem Berliner Krankenhaus gestorben, berichtete „Bild“ (online). Dieter Birr, ehemals Sänger der mit City befreundeten Puhdys, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Mich hat die Nachricht natürlich total geschockt“. Er selbst habe die traurige Mitteilung vom City-Gitarristen Fritz Puppel erhalten, so Birr.

Die Internetseite von City - die Band zählte zu den erfolgreichsten Rockgruppen in der DDR und ist noch immer aktiv - war am Freitag komplett schwarz. Auf der Facebookseite stand mit weißer Schrift auf schwarzem Untergrund: „Klaus Selmke - 21.4.1950 - 22.5.2020“. Der Drummer, der gerne barfuß auf der Bühne saß, starb rund einen Monat nach seinem 70. Geburtstag.

Mit kritischen Texten in der DDR am Rande des Erlaubten

Selmke hatte City vor 48 Jahren mit Puppel im Prenzlauer Berg in Berlin gegründet. In einem Kulturhaus in Köpenick hatte im Frühjahr 1972 alles begonnen: Dort stand die City Rock Band, wie sie ursprünglich hieß, das erste Mal auf einer Bühne - und Klaus Selmke saß am Schlagzeug. Die Band sollte einen fünfstündigen Jugendtanz-Abend musikalisch untermalen. Sie spielte Songs von Santana, den Rolling Stones und Jimi Hendrix nach. Zehn Jahre später pilgerten dann schon 10.000 Fans zum Open-Air-Konzert in den Berliner Plänterwald.

Sänger Toni Krahl (l) und Schlagzeuger Klaus Selmke bei einem Konzert im April 2017 Britta Pedersen / dpa

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