Die Musikwelt trauert: Rolling-Stones-Schlagzeuger Charlie Watts mit 80 Jahren verstorben

·Lesedauer: 2 Min.
Charlie Watts, seit 1963 Schlagzeuger der Rolling Stones, ist im Alter von 80 Jahren verstorben. (Bild: David Wolff-Patrick/Redferns/Getty Images)
Charlie Watts, seit 1963 Schlagzeuger der Rolling Stones, ist im Alter von 80 Jahren verstorben. (Bild: David Wolff-Patrick/Redferns/Getty Images)

Er galt als echter Gentleman und einer der größten Schlagzeuger aller Zeiten: Charlie Watts, langjähriger Drummer der Rolling Stones, ist im Alter von 80 Jahren verstorben.

Er spielte 58 Jahre lang für die Rolling Stones und galt über Jahrzehnte als Rückgrat der Band: Charlie Watts ist im Alter von 80 Jahren verstorben, wie sein Sprecher am Dienstagabend bekannt gab. In einem kurz darauf veröffentlichten Statement der Rolling Stones heißt es: "Mit großer Trauer geben wir den Tod unseres geliebten Charlie Watts bekannt." Der Musiker sei, umgeben von seiner Familie, in einem Londoner Krankenhaus friedlich entschlafen. "Charlie war ein geliebter Ehemann, Vater und Großvater und einer der größten Schlagzeuger seiner Generation."

Watts war 1963, ein Jahr nach der Gründung der Rolling Stones, zur Band gestoßen und galt im Vergleich zu Mick Jagger, Keith Richards und Ron Wood als das bodenständigste Mitglied der Gruppe. Obwohl auch sein Schlagzeugspiel als eher trocken und unspektakulär wahrgenommen wurde, galt er als Meister seines Fachs. In einer "Rolling Stone"-Liste der größten Drummer aller Zeiten landete er auf Platz zwölf.

Charlie Watts stieß 1963 zu den Rolling Stones. Zu dem Zeitpunkt war er anders als Jagger und Co. bereits ein etablierter Profi-Musiker. (Bild: Keystone Features/Getty Images/Hulton Archive)
Charlie Watts stieß 1963 zu den Rolling Stones. Zu dem Zeitpunkt war er anders als Jagger und Co. bereits ein etablierter Profi-Musiker. (Bild: Keystone Features/Getty Images/Hulton Archive)

Kollegen und Weggefährten drücken Anteilnahme aus

Auch abseits der Bühne pflegte Watts im Vergleich zu seinen Bandkollegen einen eher bescheidenen, weitestgehend skandalfreien Lebensstil. 1964 heiratete er Shirley Ann Shepherd, die er bereits vor dem Durchbruch der Stones kennengelernt hatte. Aus der Ehe ging eine Tochter hervor. Gemeinsam mit seiner Frau betrieb Watts im britischen Devonshire ein Araber-Gestüt.

Erst vor wenigen Wochen hatte Watts notoperiert werden müssen. Ohne auf die Hintergründe einzugehen, erklärte ein Sprecher im Anschluss, die Operation sei erfolgreich verlaufen. Über die Todesursache wurden zunächst keine Details bekannt.

In der Musikwelt drücken derweil zahlreiche Kollegen und Weggefährten ihre Anteilnahme aus. Ringo Starr, früherer Schlagzeuger der Beatles, schreibt bei Facebook: "Gott segne Charlie Watts, wir werden dich vermissen, Mann. Liebe und Frieden für die Familie." Elton John erinnert sich bei Facebook an einen "Mann mit Stil", "tolle Gesellschaft" und einen herausragenden Musiker. "Charlie Watts war der ultimative Drummer."

Charlie Watts und seine Ehefrau Shirley Ann Shepherd beim Pferderennen in Ascot. Das Paar heiratete bereits 1964. (Bild: Max Mumby/Indigo/Getty Images)
Charlie Watts und seine Ehefrau Shirley Ann Shepherd beim Pferderennen in Ascot. Das Paar heiratete bereits 1964. (Bild: Max Mumby/Indigo/Getty Images)
Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.