Muslimin hat starke Botschaft für Kopftuch-Gegner

Lamyaa hat selbst entschieden, ein Kopftuch zu tragen (Bild: Imgur)

Als eine 17-jährige Muslimin ihrem Vater mitteilte, dass sie kein Kopftuch mehr tragen möchte, bekam sie eine beeindruckende Antwort – und die dürfte die meisten Islam-Gegner zum Nachdenken bringen.

Als Muslimin in den Vereinigten Staaten hat man es unter der Trump-Regierung nicht leicht. Als Muslimin mit Kopftuch dagegen erst recht nicht. Die 17-jährige Lamyaa aus Pennsylvania hat leider sehr oft mit radikalen Äußerungen zu kämpfen – vor allem in der Welt der sozialen Medien. Erst kürzlich wurde sie von einem Fremden online beleidigt. “Du dürftest dein Kopftuch nicht abnehmen, da dein Vater dir den Hintern versohlen würde“, heißt es in der viralen Anfeindung. “Als arabische Muslimin in Amerika bekomme ich oft hasserfüllte Nachrichten“, sagte Lamyaa “Upworthy“.

(Bild: imgur)

Die Beleidigung wollte das Mädchen jedoch nicht einfach so hinnehmen und schickte seinem Vater daraufhin eine Nachricht. Den Verlauf ihrer SMS-Konversation veröffentlichte sie auf Imgur – und der dürfte den meisten Kopftuch-Gegner eine Lektion erteilen.

(Bild: imgur)

Lamyaa: “Baba, ich möchte dir etwas sagen.“
Lamyaas Vater: “Sprich mit mir!“ (Fragt sie auf Arabisch, ob es ihr gut geht)
Lamyaa: “Ja, mir geht es gut. Ich habe nachgedacht. Ich möchte mein Kopftuch nicht mehr tragen.“
Lamyaas Vater: “Liebling, das ist nicht meine Entscheidung. Kein Mann sollte diese Entscheidung treffen. Wenn es das ist, was du möchtest, dann tu es. Ich unterstütze dich bei allem, was du machst. Ist alles ok? Ist irgendetwas passiert?“

Im Netz stößt Lamyaas Post auf viele Unterstützer. “Dein Vater ist perfekt und das bist du auch“, schreibt eine Userin.

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Ihr Kopftuch möchte Lamyaa trotzdem nicht abnehmen. Mit ihrem Tweet wollte sie lediglich beweisen, dass es ihre Entscheidung ist, eines zu tragen. “Natürlich gibt es auch viele Frauen, die dazu gezwungen werden, ein Kopftuch zu tragen. Das ist furchtbar“, schreibt sie in einem Folge-Tweet. “Ich spreche nicht für andere Frauen. Ich repräsentiere niemanden außer mir selbst“, heißt es weiter. “Es bricht mir das Herz, zu sehen, dass manche Frauen nicht die Möglichkeit haben, ihre eigenen Entscheidungen über ihren Körper und darüber zu treffen, was sie machen.“

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