Mutmaßlicher IS-Sympathisant aus Darmstadt soll Anschlag geplant haben

Ein bereits als mutmaßlicher IS-Sympathisant verdächtiger früherer Student aus dem hessischen Darmstadt ist nun auch wegen möglicher Anschlagsvorbereitungen im Visier der Justiz. Auf dem Notebook des 36-jährige Syrers sei eine Anleitung zum Bombenbau gespeichert gewesen, berichtete der Hessische Rundfunk (HR) am Freitag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main. Der Mann sitze deshalb seit Ende Februar in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft gehe davon aus, dass der Verdächtige in der Bundesrepublik einen Anschlag verübten wollte, berichtete der Sender. Sein Verteidiger kritisierte im HR das Vorgehen der Ermittler. Sein Mandant habe die Anleitung 2014 heruntergeladen. Dies sei allerdings kein Beweis dafür, dass er einen konkreten Anschlag geplant habe.

Der Mann war im Februar 2016 ins Visier der Behörden geraten, nachdem er in einem über ein soziales Netzwerk verbreitetes Video seine Unterstützung für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekundet hatte. Er wurde damals vorübergehend festgenommen, Ermittler beschlagnahmten sein Mobiltelefon und andere Geräte.

Es ging um Verstöße gegen das Vereinsgesetz. Der IS ist in Deutschland verboten, Werbung für den IS ist illegal. Bei dem Mann handelt es sich um einen früheren Doktoranden der Technischen Universität (TU) Darmstadt. Nach Bekanntwerden des Falls beendete die TU das Promotionsverfahren und jede Zusammenarbeit.

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