Mutter stirbt für ihr Kind und hinterlässt Video

Liz Joice ist gerade erst in der zwölften Woche schwanger als die Ärzte bei ihr einen Tumor entdecken. Sie verweigert jedoch die Behandlung, weil sie ihr Baby nicht gefährden will.

Als bei Liz Joice 2010 Krebs festgestellt wird, entscheidet sich die New Yorkerin für eine Chemotherapie. Die Ärzte erklären sie nach vier Chemotherapie-Zyklen für krebsfrei. Für Liz und ihren Ehemann Max ist das eine großartige Nachricht. 2013 wird die 36-Jährige schließlich schwanger. Damit geht ihr größter Wunsch in Erfüllung. Doch als sie die zwölfte Schwangerschaftswoche erreicht, zeigt sich ein bösartiger Tumor am Rückgrat. Laut „dailymail.co.uk“ muss die Frau nun eine Entscheidung zwischen Leben und Tod treffen. Will sie den Krebs behandeln und dadurch ihr Kind sterben lassen?

Die Mutterliebe überwiegt, Liz lehnt eine Therapie ab. Sie stirbt nur sechs Wochen nach der Geburt ihrer Tochter Lily. Das Mädchen hat dennoch die Chance sich einen Eindruck von ihrer Mutter zu machen. Denn die hat sich von einem Freund ihres Mannes während der Schwangerschaft filmen lassen. Der Dokumentarfilmer Christopher Henze nahm ganze 60 Stunden Videomaterial auf, in dem Liz ihrem Sprössling von sich und der Welt erzählt.



Lily lernt von ihrer Mutter

Lily ist mittlerweile 16 Monate alt und lernt dank ihrer Video-Mutter immer mehr dazu. Sie berichtet ihr von Formen, Klängen und Farben. Außerdem erklärt sie ihrem Kind: „Lass dich nicht von Wut vereinnahmen. Es ist die destruktivste Emotion, die ein Mensch haben kann. Es zerstört dich nur.“ Außerdem beteuert sie immer wieder ihre Liebe. Diese zärtlichen Botschaften helfen auch Vater Max den Schmerz zu überwinden und sich auf sein „unglaubliches Kind“ zu konzentrieren.  

Christopher Henze hat am 2. Dezember 2014 seine Dokumentation „40 Weeks“ in Amerika veröffentlicht. Der Film begleitet mehrere Frauen während ihrer Schwangerschaft, darunter auch Liz Joice.



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