In Myanmar inhaftierter Vertrauter von Aung San Suu Kyi an Covid-19 gestorben

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Nyan Win starb an den Folgen einer Corona-Infektion

Ein enger Vertrauter von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ist am Dienstag gestorben. Der 78-jährige Nyan Win sei den Folgen einer Corona-Infektion erlegen, teilten die Behörden in Myanmar mit. Win war ehemaliger Sprecher der Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD) von Suu Kyi und in Zusammenhang mit dem Militärputsch am 1. Februar verhaftet worden.

Win sei am 11. Juli mit Corona-Syptomen aus dem Insein-Gefängnis in ein Krankenhaus in Yangon verlegt worden, teilte ein Vertreter der Militärjunta mit. Er habe bereits zuvor an Diabetes und Bluthochdruck gelitten.

Das Militär hatte Anfang Februar die Macht in Myanmar an sich gerissen. Die damalige De-Facto-Regierungschefin Suu Kyi wurde entmachtet und seither mit einer Reihe von strafrechtlichen Anschuldigungen überzogen. Die 75-Jährige befindet sich in Hausarrest.

In den überfüllten Gefängnissen des südostasiatischen Landes breitet sich das Coronavirus aus. Nach Angaben der Junta sind 375 Insassen infiziert. In den Krankenhäusern fehlt es nicht nur an Ausstattung, sondern auch an medizinischem Personal. Staatlichen Medien zufolge sind erst zwei Prozent der Bevölkerung geimpft.

lan/isd

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