"Mysteriöse Masse" an den Strand von North Carolina gespült

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Im US-Bundesstaat North Carolina wurde eine seltsame, gallertartige Masse angespült. Wochenlang konnte sie nicht identifiziert werden, bis ein Foto davon auf Facebook landete.

Reef squid at night dive
Was haben Tintenfische mit der mysteriösen Masse an der US-amerikanischen Küste zu tun? Foto: Symbolbild / gettyimages

Ein alter Wischmopp vielleicht? Oder zwei Paar Plastikhandschuhe, eine Brille, ein Armband und das ganze umwickelt mit einem Fischernetz? Oder gar der Blob – das Schleimmonster aus dem gleichnamigen Sci-Fi-Film? Die Vorschläge, was für ein unbekanntes Etwas auf dem Facebook-Foto zu sehen sein könnte, sind so unterhaltsam wie zahlreich.

Hochgeladen hat es der Nationalparkdienst NPS – eine Bundesbehörde der Vereinigten Staaten, deren Aufgabe die Verwaltung und der Schutz der US-amerikanischen Nationalparks ist. Dazu gehören auch kilometerlange Strandabschnitte im Bundesstaat North Carolina. Dort wurde vor einigen Wochen die, wie sie der NPS nennt, „mysteriöse Masse“ angespült. Sie konnte bislang nicht identifiziert werden. Weshalb die Behörde ihre Facebook-Fans um Mithilfe gebeten hat.

Ein Experte meldet sich

Und neben den bereits genannten, wohl wenig ernst gemeinten, Vorschlägen – und das ist eine der faszinierenden Seiten an sozialen Netzwerken, dass sie schnell die passenden Expert*innen mit offenen Fragen zusammenführen können – waren auch zielführende Ideen dabei.

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Allen voran von einem Mitarbeiter des Smithsonian, einem Naturkundemuseum in Washington, an dem in zahlreichen Disziplinen geforscht wird. Der Mann ist dort Zoologe und beschäftigt sich vor allem mit Kopffüßern. Unter dem Facebook-Beitrag des NPS schreibt er: „Das sind die Eier eines Tintenfisches, der dort in Küstennähe heimisch ist.“

Einige andere Kommentator*innen fragen sich, wie er so schnell zu dieser eindeutigen Aussage gekommen sein könnte und haben deshalb seinen wissenschaftlichen Hintergrund ergoogelt. „Der Mann ist studiert, hat ein Buch zum Thema geschrieben und arbeitet genau zu dem Thema. Er ist der Richtige, um dieses Rätsel zu lösen.“

Gelöst!

Und tatsächlich führte der Experten-Tipp den Nationalparkdienst auf die richtige Fährte. Denn am Dienstag veröffentlichte dieser ein Update des Ursprungsbeitrags. Darin heißt es: „Wir konnten die mysteriöse Masse identifizieren! Es handelt sich tatsächlich um Tintenfischeier. Genauer gesagt, könnte es sich um die Eier von insgesamt drei Arten handeln, die hier vor unserer Küste leben und die ihre Eier gemeinsam an einem Ort ablegen. Deshalb entsteht dabei so eine Masse. An alle Spürnasen, die uns bei der Suche geholfen haben, vielen Dank!“

Unter dem Beitrag fragten dann noch manche, ob die Eier gerettet werden und einige Zeit außerhalb des Wassers überleben könnten. Leider nein, schreibt der Experte: „Ich bin nicht absolut sicher, aber sie haben sich weißlich verfärbt. Das ist ein Zeichen dafür, dass sie tot sind.“

Im Video: Anhänglicher Tintenfisch klebt an Kameradrohne fest

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