Mythos G-Punkt: Das solltest du über das weibliche Lustzentrum wissen

Hannah Sommer
Freie Autorin für Yahoo Style
Der G-Punkt ist für viele Menschen ein Mysterium. (Bild: Getty Images)

Der G-Punkt ist schon ein Mythos an sich. Unzählige Theorien und Geschichten gibt es über das weibliche Lustzentrum. Aber was ist an ihnen wirklich dran?

Zunächst stellt sich die Frage, ob der Punkt, der bei Frauen intensive Orgasmen auslösen kann, wirklich existiert. Tatsächlich ist das nicht unumstritten. Sexualwissenschaftler sind sich auch heute noch nicht einig, was den magischen Spot in der Vagina angeht. Und einige Männer und Frauen, die nach ihm suchen wie nach der Nadel im Heuhaufen, sicherlich auch nicht. Doch er existiert.

Die besonders sensible Zone, die übrigens die Form einer abgeflachten Halbkugel und einen Durchmesser von zwei Zentimetern hat, liegt etwa fünf Zentimeter vom Scheideneingang entfernt. Sie ist hochsensibel und schwillt bei sexueller Erregung an. Nach Dr. Ernst Gräfenberg, der den G-Punkt in den 50ern entdeckte, kann der Punkt bei Stimulation Sekrete produzieren und somit zur weiblichen Ejakulation führen.

Stimulation mit Fingern und Vibrator

Es gibt ihn also wirklich. Aber wie bringt Mann oder Frau ihn denn nun zum Höhepunkt? Und wie lässt er sich finden? Hierbei gibt es laut „Men’s Health“ einen kleinen Trick: Wenn sich die Frau auf den Rücken legt und die Knie zur Brust anzieht, kann der Sexualpartner die erogene Zone mit zwei oder drei Fingern erreichen. Spürt er oder sie etwas raueren Fleck im weichen Gewebe, ist man am Ziel.

Und nun geht es an die Stimulation. Hierfür gibt es kein Rezept und auch nicht nur einen einzigen Weg, wie es manchmal vermutet wird. Aber es gibt Empfehlungen, die zum Glück führen. Um den elektrisierenden Orgasmus auszulösen, bietet sich eine sanfte Reibung an, deren Druck und Tempo je nach Verlangen gesteigert werden. Die G-Spot-Massage lässt sich sowohl mit den Fingern als auch mit einem sogenannten Hasenvibrator ausführen.

Mega-Orgasmus beim Geschlechtsverkehr

Aber auch beim Geschlechtsverkehr können die Funken fliegen. Doch nicht jede Stellung bringt Frau in Wallung. Um den sensiblen Spot zu stimulieren, eignet sich zum Beispiel die Position „Doggy Style“, wodurch die Spitze des Gliedes geradewegs in die Lustzone trifft. Auch der „Schmetterling“ beflügelt den weiblichen Orgasmus. Hierbei liegt sie auf dem Rücken, stützt ihre Beine auf den Schultern des Partners, kippt dann das Becken, sodass es eine Linie ergibt. Er legt mit den Stoßbewegungen los. Volltreffer!

Wer in den Genuss von einem G-Punkt-Orgasmus kommt, hat vielleicht schon die eine oder andere Erfahrung mit „Squirting“ gemacht, der weiblichen Ejakulation. Entgegen vielen Vermutungen gibt es aber noch andere Möglichkeiten, um zum feuchten Höhepunkt zu kommen. Gegenüber „Marie Claire“ verriet die Psychologin Dr. Liz Powell: „Es ist seltener, dass Leute aufgrund von klitoraler als von vaginaler Stimulation squirten, aber es passiert.“

Nicht alle Frauen kommen in den G-Punkt-Genuss

Nicht jeder Mensch mit einer Vagina verspürt die Lust und Befriedigung des G-Punkts. Während einige die prickelnde Zone noch gar nicht gefunden haben, finden manche gar keinen Gefallen an dem intensiven Gefühl. Für Andere wiederum dürfte diese Art von Orgasmus revolutionär sein. Um mehr darüber zu lernen, kommt Frau dementsprechend nicht an erotischen Entdeckungsreisen vorbei. Also, erkunde dich selbst! Der G-Punkt ist nur ein Mysterium, wenn man ihn dazu macht.