Nach Anschlag in St. Petersburg: Suche nach Hintermännern

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Nach Anschlag in St. Petersburg: Suche nach Hintermännern

Der Kreml schloss nicht aus, dass der Bombenanschlag mit dem Besuch von Präsident Putin zusammenhängt. Foto: Mikhail Klimentyev

Die Suche nach den Hintermännern des Bombenanschlags von St. Petersburg mit bislang 14 Toten geht weiter. Als Selbstmordattentäter hatten russische Ermittler gestern einen 22-jährigen Mann aus Kirgistan identifiziert.

Der Mann namens Akbarschon Dschalilow sei bei der Explosion in der Metro der Millionenstadt getötet worden. Der Mann habe einen russischen Pass gehabt. Nach Medienberichten wurde er erst in diesem Jahr von einer islamistischen Organisation angeworben. Die Agentur Interfax beruft sich dabei auf eine nicht näher genannte Quelle.

Von 49 Verletzten in Kliniken waren einige in kritischem Zustand. Bei dem Anschlag am Montag in der U-Bahn waren mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Elf Menschen starben direkt bei der Explosion, drei weitere erlagen später ihren Verletzungen, wie Gesundheitsministerin Weronika Skworzowa mitteilte.

Ein Sprengsatz war in einem fahrenden Zug zwischen zwei Stationen gezündet worden. Eine zweite Bombe wurde rechtzeitig entschärft. Das Ermittlungskomitee geht von einem Terroranschlag aus. DNA-Spuren des Täters seien an beiden Bomben gefunden worden. Am Dienstagabend veröffentlichte das Komitee die Namen von zehn identifizierten Opfer. Bei vier Leichen müsse eine Genanalyse gemacht werden.

Der Kreml schloss nicht aus, dass der Bombenanschlag auf den Besuch von Präsident Wladimir Putin in St. Petersburg am Montag zielen sollte. Der Gouverneur der Stadt, Georgi Poltawtschenko, versprach, es werde alles getan, um die Sicherheit von Touristen zu garantieren. Im Juni ist St. Petersburg Hauptspielort des Confederations Cup, kommende Jahr finden Spiele der Fußball-WM statt.

Putin könne sich nach dem Anschlag wieder als starker Mann und entschlossener Kämpfer zeigen, sagte Gernot Erler, der Russland-Beauftragte der Bundesregierung, der «Passauer Neuen Presse». Die terroristische Bedrohung schade seiner Machtposition nicht.

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