Nach roter Karte: Schiri schießt auf Spieler

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Dass Schiedsrichter attackiert und beschimpft werden, ist ein leidiges Thema durch alle Ligen hindurch. Dieser US-Schiri allerdings drehte den Spieß um und griff selbst zur Waffe.

Rote Karten sollte man besser akzeptieren. Besonders, wenn der Schiri eine Waffe hat. (Symbolbild: Getty)
Rote Karten sollte man besser akzeptieren. Besonders, wenn der Schiri eine Waffe hat. (Symbolbild: Getty)

Im US-Bundesstaat Oklahoma kam es bei einem Spiel in einer Amateurliga zu dramatischen Szenen. Schiedsrichter Davi B. hatte gerade einen der Spieler nach einem Foul mit einer roten Karte des Platzes verwiesen. Doch der Spieler wollte die Entscheidung nicht akzeptieren. 

Schiedsrichter zieht erst rote Karte und dann eine Waffe

Es kam zu einem Handgemenge wie Polizeichef Derrick Jolley dem Lokalsender KFOR berichtete: "Die Situation eskalierte zunehmend und geriet außer Kontrolle." Der erboste Schiri sei dann zu seinem Truck gelaufen und habe sich dort seine Waffe geholt. In der Nachrichtensendung sind Amateuraufnahmen des Vorfalls aus Pauls Valley zu sehen.

Davi B. feuerte dann sogar mindestens einen Schuss in Richtung des Spielfeldes ab. Dann setzte er sich in seinen Truck und brauste davon. Zum Glück blieben alle Beteiligten unverletzt. "Wenn man rücksichtslos eine Waffe in Richtung einer Menschengruppe abfeuert, ist es fast ein Wunder, dass niemand verletzt wurde," betonte Polizeichef Jolley. Bei dem Spiel hatten sich neben den Teams auch Zuschauer mit Kindern befunden.

Festnahme nach Straßensperre

Die Polizei setzt Straßensperren ein, um den fliehenden Schiri aufzuhalten und erwischte ihn schon nach kurzer Zeit. Der Täter ließ sich widerstandslos verhaften, in seinem Truck wurde auch die Waffe, ein Revolver des Kaliber .380 sichergestellt. 

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In Oklahoma gelten relativ laxe Waffengesetze, sogar das verborgene Tragen einer Schusswaffe ist dort im Gegensatz zu vielen anderen US-Bundesstaaten gesetzlich erlaubt. Diese nach einem Streit auf dem Fußballfels einzusetzen hingegen ist natürlich auch dort verboten. 

Den hitzköpfigen Schiedsrichter erwartet nun eine Anklage und bei einer Verurteilung auch eine Gefängnisstrafe. B. ist laut den Akten zuvor noch nie strafrechtlich belangt worden.

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