Nach Rücknahme der Wahlversprechen: Erste Anhänger wütend auf Trump

Nach seinem Wahlsieg ändert Donald Trump seinen Kurs (Bild: Getty Images)

Der künftige US-Präsident Donald Trump fährt nach seinem Wahlsieg plötzlich einen Clinton-Kuschelkurs und verprellt damit einige seiner Anhänger. Insbesondere die Vertreter der ultrarechten „Alt Right“-Bewegung zeigen sich enttäuscht von ihrem Hoffnungsträger.

Während des Wahlkampfs hatte der Immobilienmogul immer wieder gegen seine Konkurrentin Hillary Clinton gewettert und ihr mit einer Haftstrafe gedroht. Jetzt allerdings ruderte Donald Trump zurück und erklärte offiziell, keine Ermittlungen gegen die Demokratin einleiten zu wollen.

Diese Mitteilung missfiel einigen seiner konservativen Wähler. So twitterte die Kommentatorin Ann Coulter: „Kein Präsident sollte Ermittler davon abhalten, ihre Jobs zu tun.“ Auch die Mitglieder der umstrittenen Gruppierung „Alt Right“ zeigten sich enttäuscht. Auf dem Portal „Breitbart News“ warfen sie Trump vor, er habe „sein Versprechen gebrochen“. Wenig später wurde diese Headline in die neutralere Überschrift „Kellyanne Conway bestätigt: Trump will Ermittlungen gegen Clinton nicht verfolgen“ geändert.

Gerade erst hatte die „Alt Right“ mit einem Video von einer Versammlung für Wirbel gesorgt, in dem sie Trump mit Naziparolen und Hitlergruß feierten. Die sogenannte „alternative Rechte“ erhofft sich, künftig Einfluss auf das Weiße Haus nehmen zu können, nachdem Stephen Bannon, der ehemalige Chef der „Breitbart News“, zu Trumps Chefstrategen ernannt wurde.

Donald Trump distanzierte sich allerdings bereits von der rechten Gruppierung und gibt sich nicht nur in Sachen Clinton gemäßigter als zuvor. Es sieht außerdem so aus, als würde er seinen Kurs bezüglich der Klimapolitik korrigieren. So leugnet er nicht länger, dass der CO2-Ausstoß der Menschen die Erderwärmung beeinflusst.

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