Nachtleben in Berlin: "Ohh, ahh, mmhh" - So läuft Porno-Karaoke in Prenzlauer Berg

Wild Bingo, Burlesque und Porno-Karaoke: In den Bars „Zum starken August“ und "Toast Hawaii" fühlen sich Gäste wie zu Hause.

Auf der Bühne steht Travestiekünstlerin Gisela Kloppke (35), eine Erscheinung im Papageiendress, mit glitzerndem Make-up in Regenbogenfarben, roter Kurzhaarperücke, pinkfarbenen Lippenstift, Leopardenstiefeln. Gisela wird gleich die Regeln des "Wild Bingo" erklären, das sie moderiert. Aber erst mal fragt in die Runde: "Wie geht es Euch, meine Lieben? Wer hat heute arbeiten müssen? Und wer muss sich deswegen jetzt betrinken?" Schallendes Gelächter. Bingo für Gisela.

Es ist ein ganz normaler Montagabend in der Bar "Zum Starken August" an der Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg. Zu DDR-Zeiten bis Mitte der Neunzigerjahre war in diesen Räumen die legendäre Nachtbar "Lolott". Vor dem Eingang bildeten sich damals häufig Schlangen. Ganz so überrannt ist es heute nicht, aber der Laden ist voll. Die meisten Tische sind schon Tage vorher reserviert.

Die Kneipe, die das Team um Sebastian Kulka (34) im September 2015 eröffnet hat, sieht aus wie eine bunt zusammengewürfelte Zirkuswelt. Die Entscheidung, die Bar so zu gestalten, war kein willkürlicher Deko-Gag. Kulka kommt aus einer Schaustellerfamilie. Der "Zirkus Atlantik" seines Opas war einer der ersten im Nachkriegsberlin. Viele der Requisiten, die Kulkas Bar schmücken, stammen aus der Familie. "Das Holzpferdchen an der Wand gehörte meiner Mutter und die Bilder hinten im Gang sind alte Familienfotos. Das ist mein Onkel, der da mit seinem Kopf im Maul eines Löwen steckt", sagt Kulka.

Bild Nr. 1:
Beim Porno- Karaoke im „Toast Hawaii“ haben Akteure und Gäste Spaß David Heerde

Die Bar ist fotogen: Vor der Tür lässt sich eine Touri...

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