Nahverkehr: Mit der U55 durch die Geschichte Berlins

Auf der kürzesten U-Bahnlinie im BVG-Netz will das Verkehrsunternehmen die wechselvolle Historie der Stadt erlebbar machen.

Gerade einmal zweieinhalb Minuten benötigt die U55 für ihre Fahrt vom Hauptbahnhof bis zum Brandenburger Tor. Nach dem Willen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) soll diese Kurztour den Fahrgästen dennoch als etwas Besonderes in Erinnerung blieben. Dafür lassen die landeseigenen Verkehrsbetriebe auf ihrer kürzesten U-Bahnstrecke jetzt nicht nur Oldtimer fahren, wie sie sonst nur noch in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang im Einsatz sind. Die Triebwagen der Ende der 50er-, Anfang der 60er-Jahre ausgelieferten Baureihe D – Spitzname "Doras" – sind zudem besonders gestaltet.

Zu sehen sind etwa im Wageninneren historische Ausstattungsdetails wie der Hinweis, dass beim Fahren ohne gültigen Fahrschein eine Strafe von 60 DM drohe. Und wo einst für Persil und Maggi geworben wurde, sind nun Fotos angebracht, die die wechselvolle Geschichte des Reichstagsgebäudes widerspiegeln. Am Donnerstag haben Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) und die BVG-Vorstandsvorsitzende Sigrid Nikutta die rollende Geschichtsausstellung offiziell eröffnet.

Die Berliner U-Bahn habe wie kaum ein anderes Verkehrsmittel die Geschichte der Stadt begleitet, sagte BVG-Chefin Nikutta. Und die U55, die seit 2009 auf der nur knapp zwei Kilometer langen Strecke zwischen Hauptbahnhof und Brandenburger Tor (mit Zwischenstopp Bundestag) pendelt, verbinde zudem wichtige historische Ort miteinander. Auch würden sich die Dora-Züge, die selbst 60 Jahre auf dem Buckel haben, ganz besonders für eine Geschichtsausstel...

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