Namensverwechslung: TV-Moderatorin verkündet Shakespeares Tod

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In der Hektik einer Live-Nachrichtensendung können Verwechslungen passieren. Doch diese argentinische Moderatorin leistete sich einen richtig dicken Patzer.

William "Bill" Shakespeare war der erste Engländer, der gegen das Coronavirus geimpft wurde. (Bild: Jacob King/Pool via REUTERS)
William "Bill" Shakespeare war der erste Engländer, der gegen das Coronavirus geimpft wurde. (Bild: Jacob King/Pool via REUTERS)

Mit ernster Stimme verkündete die Nachrichtensprecherin Noelia Novillo auf dem argentinischen Sender Canal 26 den Tod eines weltberühmten Mannes. "Einer der wichtigsten Schriftsteller der englischen Sprache ist gestorben," so Novillo. "Für mich war er der Meister," fügte sie hinzu.

Dabei handelte es sich um William Shakespeare. Doch der berühmte Autor, der "Romeo und Julia" und Hamlet" verfasste, weilt bereits seit 1616 nicht mehr auf der Erde. Sein Namensvetter, William "Bill" Shakespeare, der nun verstarb, ist aus ganz anderen Gründen auf der ganzen Welt berühmt. Der 81-Jährige war im Dezember der erste Engländer, der mit dem Impfstoff von Pfizer/BioNTech geimpft wurde.

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In den Nachrichten kündigte Novillo an, im Laufe der Sendung werde sie weiter berichten, wie und woran er gestorben sei: "Wir haben Neuigkeiten, die uns alle erstaunt haben, wenn man den Ruhm dieses Mannes bedenkt." Auf den Sozialen Medien überwog der Spott für die Verwechslung der beiden Shakespeares. "Die Montagues und die Capulets sind zur Trauerfeier gegangen" bezog sich ein Kommentator auf die berühmte Familien-Fehde aus "Romeo und Julia". Ein anderer vermutete eine Verschwörung: "Die Engländer brauchten mehr als vier Jahrhunderte, um uns vor dem Virus zu warnen. Und obendrauf beschuldigen sie dann China." Ein weiterer User sorgte sich "um die Situation von Tolstoi in Putins Russland." Mehr als 1,2 Millionen mal wurde das Video bereits angeschaut, tausende Kommentare sammelten sich darunter.

Aufmerksamkeit durch die Namensverwandtschaft

Dem Namensvetter des Dichters hätte diese Verwechslung vielleicht sogar gefallen. Laut BBC sagte seine Witwe Joy, er sei sehr dankbar für die Gelegenheit gewesen, als einer der ersten Menschen der Welt geimpft zu werden. "Es war etwas, auf das er sehr stolz war," schrieb die Witwe in einem Nachruf. "Er hat es geliebt, die Berichterstattung darüber zu sehen und den positiven Einfluss, den er dadurch auf so viele Leben nehmen konnte." Der ehemalige Rolls Royce-Mitarbeiter habe wann immer er konnte mit Menschen geredet und sie dazu ermutigt, sich impfen zu lassen.

Am 8. Dezember 2020 erhielt er seine Impfung im Universitätskrankenhaus von Coventry. Es war der Auftakt einer beispiellosen Impfkampagne in Großbritannien. Inzwischen sind dort fast 60 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft. Shakespeare war in der vergangenen Woche ohne Zusammenhang mit dem Coronavirus oder der Impfung verstorben.

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