Natascha Ochsenknecht wird für Instagram-Kommentar zu Notre-Dame scharf kritisiert

Natascha Ochsenknecht kritisierte in ihrem Instagram-Post die schnellen Spenden für Notre-Dame – und die fehlende Sensibilität für andere Not. (Bild: Getty Images)
  • Nach Notre-Dame-Brand sicherte Präsident Macron den Franzosen umgehende Hilfe zu
  • Schnell kamen Spendenzusagen von rund 700 Millionen Euro zustande
  • Natascha Ochsenknecht kritisierte auf Instagram die großzügige Bereitschaft zu spenden
  • Dafür schlägt ihr nun selbst Kritik entgegen

Auf ihrem Instagram-Account postete Natascha Ochsenknecht einen Tag nach dem Brand von Notre-Dame ein Foto des brennenden Turms der Kathedrale. Dazu schrieb die 54-Jährige: “Schon traurig dieses Bild … noch trauriger finde ich, dass innerhalb kürzester Zeit über 700 Millionen Euro an Spenden für den Wiederaufbau gesammelt wurden. Auf der Welt verhungern Menschen, weil kein Geld da ist. Kulturgut muss geschützt und unterstützt werden keine Frage, aber Menschen sollten an erster Stelle stehen”. In der Kommentarspalte entbrannte daraufhin eine Diskussion über die Kritik des ehemaligen Models.


Natascha Ochsenknecht bekommt Kritik für Posting

Einige stießen sich am Statement der 54-Jährigen, sie brachten Natascha Ochsenknecht Unverständnis entgegen und warfen ihr vor, mit ihrem Post nur Effekthascherei zu betreiben. “Ich finde deinen Kommentar wie alle anderen mit ähnlichem Ton – für mich – unverständlich, es ärgert mich. Und es ist nicht klug, es ist effekthaschend. Dass in so kurzer Zeit soviel Geld für dieses Gebäude zusammen gekommen sind, zeigt vor allem eins: was es den Menschen bedeutet – was es ihnen ‘wert’ ist”, führte eine Userin ihre Kritik aus.

Eine andere Instagram-Nutzerin mahnte zu einer differenzierteren Betrachtung. Sie schrieb: “Und Sie wissen, was andere Menschen tun? Wenn jemand 200 Millionen spendet, heißt das ja nun nicht, dass er sonst nichts Gutes tut. Oder? Einfach erst mal vor der eigenen Tür kehren.”

Zu den ersten großzügigen Spendern für Notre-Dame gehörten auch zwei der reichsten Männer Frankreichs: François-Henri Pinault, Ehemann von Hollywood-Star Salma Hayek und mit seinem Unternehmen Inhaber von Labels wie Gucci, Balenciaga und Saint Laurent. Außerdem Bernard Arnault, dem mit seinem Konzern LVMH unter anderem Louis Vuitton, Givenchy und Dior gehören – sie sagten noch in der Brandnacht Spenden von 100 Millionen Euro zu.

“Natascha, du sprichst das aus, was 85 Prozent der Menschen denken”

Während einige User Natascha Ochsenknechts Statement als “Stammtisch-Spruch” bezeichneten und ihn für äußerst unangebracht hielten, gab es auch einige Instagram-User, die anders denken. Viele Nutzer pflichteten der 54-jährigen Mutter in ihrem Statement bei. Eine Userin erklärte: “Natascha, du sprichst das aus, was 85 Prozent der Menschen denken. Bin ganz bei dir!” Ein weiterer Kommentar lautete: “Endlich jemand, der sich traut, das auszusprechen.” Oder auch: “Stimme ich auch voll zu. Man könnte die Haufen Kirchensteuern aus dem Vatikan verwenden. Und mehr an Menschen spenden, die es brauchen.”

Auch andere Prominente haben eine ähnliche Meinung wie Natascha Ochsenknecht. Moderatorin Wana Limar, Botschafterin der Organisation Visions for Children, hat in einem ähnlichen Post ebenfalls dazu aufgerufen, Sensibilität für die Not von Menschen zu haben. Damit schließt sich die frühere MTV-Moderatorin dem Urteil von “Mindfulness”-Aktivistin Madeleine Alizadeh vom Blog “Dariadaria” an.


Auch Model Sophia brachte mit einem Bild via Instagram ihre Trauer um das zerstörte Bauwerk zum Ausdruck und bekam zu spüren, dass viele User die Anteilnahme für übertrieben hielten.


So schrieb eine Instagram-Nutzerin: “Ganz ehrlich? Es brennt ne Kirche und schon beschäftigt das alle … An anderen Orten in Afrika z.B. sterben kleine Kinder und es juckt keine Sau! Traurig!” Eine andere hinterließ die Worte: “Manche Kommentare kotzen mich so an, es tut euch in der Seele weh, euer Herz ist gebrochen? Es gibt so viel Leid auf dieser Erde, da sollte eurer Herz brechen und eure Seele schmerzen!!!”

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