Nationalmannschaft: Podolskis Erben heißen Werner, Sané und Brandt

Mit dem Podolski-Abschied endet eine große Zeit in der Nationalelf. Eine neue Spielergeneration ist gefragt.

Dortmund.  Als die Spieler der deutschen Nationalelf am Donnerstag in ihrem Sporthotel in Kaiserau erwachten, war Lukas Podolski verschwunden. Wahrscheinlich stand er zu diesem Zeitpunkt immer noch im Dortmunder Stadion, ließ Fotos machen, schrieb Autogramme oder beantwortete Fragen. Selbst weit nach Mitternacht am Vorabend konnte sich der 31-Jährige nicht lösen. Mit größter Hingabe erledigte er das alles, ungeduscht, das Trikot noch am Leib, die Kapitänsbinde am Arm.

Es sei jetzt Zeit loszulassen, sagte er und wirkte wie der Vater eines Kindes, das auszieht. Dabei ist er es, der auszieht und die Kinder zurücklässt. Der 1:0-Sieg gegen England war Podolskis letztes Spiel, er schoss das einzige Tor. Ein Stoff, zu kitschig für Hollywood. Es war ein Schlusspunkt und ein Anfang. "Ich war der Letzte meiner Generation. Das ist jetzt auch vorbei", hauchte Podolski. Die Generation Sommermärchen um ihn, Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Miroslav Klose ist Geschichte. "Jetzt kommen viele Jungs, die einen guten Weg gehen können", sagte Podolski.

Podolskis Erben, die neue Generation, drapierte Bundestrainer Joachim Löw gegen England im Angriff um ihn herum: den Debütanten Timo Werner, der am Donnerstag wegen eines Muskelfaserrisses abreisen musste, den geschmeidigen Leroy Sané und den angriffslustigen Julian Brandt. Das mangelnde Verständnis füreinander entzweite sie noch ein wenig auf dem Platz. Aber das ist eine Frage der Zeit. Davon – das ist die gute Nachricht – haben sie reichlich, denn si...

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