Nato-Beitritt nordischer Länder: Ist Ankara nicht kleinzukriegen?

Der NATO-Beitrittsprozess Schwedens und Finnlands gestaltet sich holpriger als erwartet. Obwohl beide Länder alle formalen Beitrittsbedingungen erfüllen, bleibt die Veto-Drohung der Türkei ein Hindernis.

Bei einem Besuch in Washington erhielt der finnische Außenminister Pekka Haavisto die erhoffte Rückendeckung von seinem US-Amtskollegen Antony Blinken: "Finnland und Schweden arbeiten direkt mit der Türkei zusammen, um einige der von ihr geäußerten Bedenken auszuräumen. Wir sprechen auch mit der Türkei. Ich habe den türkischen Außenminister vor etwa einer Woche in New York getroffen, und diese Gespräche gehen weiter. Ich möchte die Gespräche nicht näher charakterisieren, sondern nur sagen, dass es in der NATO einen sehr starken Konsens für die Aufnahme Finnlands und Schwedens gibt, und ich bin nach wie vor zuversichtlich, dass wir diesen Prozess zügig durchlaufen werden und dass die Dinge mit beiden Ländern vorankommen werden."

Delegationen aus Schweden und Finnland kehrten von Verhandlungen am Mittwoch  in Ankara ohne greifbare Fortschritte zurück.

Aus türkischer Sicht unterstützen beide Länder "Terrororganisationen" wie die verbotene kurdische PKK, die syrische Kurdenmiliz YPG und die Gülen-Bewegung, was nicht mit dem Bündnisgeist der Nato vereinbar sei.

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