Natur als Vorbild: Lufthansa will mit "Haifischhaut" an Flugzeugen klimafreundlicher werden

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Lufthansa will mit ihrer Frachtflotte ab 2022 tausende Tonnen CO2-Emissionen einsparen. Möglich soll das mit Hilfe einer Technologie werden, bei der die Struktur von Haifischhaut Pate stand. Ihr programmatischer Name: Aeroshark.

Lufthansa will mit der Aeroshark-Technologie CO2-Emissionen reduzieren. (Bild: Getty Images/iStockphoto)
Lufthansa will mit der Aeroshark-Technologie ihre CO2-Emission reduzieren. (Bild: Getty Images/iStockphoto)

Wie muss seine Oberfläche beschaffen sein, will sich ein Flugzeug mit möglichst wenig Treibstoffverbrauch und also möglichst klimafreundlich fortbewegen? Um eine Antwort auf die Frage zu finden, haben sich Lufthansa und BASF die Natur zum Vorbild genommen. Mit der Aeroshark-Technologie wollen die Konzerne nun den Durchbruch geschafft haben. Der Name bezeichnet einen Oberflächenfilm, der der Struktur von Haifischhaut nachempfunden ist und die Luftreibung verringern soll.

Treibstoffeffizient durch Luft schwimmen

Nach Angaben von Lufthansa Group besteht die Folie, mit der ein Flugzeug überzogen wird, aus 50 Mikrometer großen Rippen, auch Riblets genannt. In seiner Beschaffenheit "imitiert" der Film "die Eigenschaften von Haifischhaut und optimiert so die Aerodynamik an strömungsrelevanten Stellen des Flugzeugs", heißt es in der Pressemitteilung.

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Aeroshark soll ab Anfang 2022 auf der gesamten Frachtflotte von Lufthansa Cargo zum Einsatz kommen. Dadurch würden die zehn Flugzeuge vom Typ Boeing 777F sparsamer und emissionsärmer. Die Technologie soll zu einer Reibungsverminderung von mehr als einem Prozent führen. Jährlich könnten so rund 3.700 Tonnen Kerosin und fast 11.700 Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden. Hochgerechnet würde das 48 Frachtflügen von Frankfurt nach Shanghai entsprechen.

Lufthansa klimaneutral bis 2050?

"Wir sind stolz darauf, unsere gesamte Frachterflotte dank der Sharkskin-Technologie in Zukunft noch effizienter betreiben zu können und den CO2-Fußabruck unserer modernen Flotte weiter zu reduzieren", sagt Dorothea von Boxberg, Vorstandsvorsitzende von Lufthansa Cargo. Die Vorständin der Deutschen Lufthansa AG, Christina Foerster, formuliert das Nachhaltigkeitsziel genauer: Mit Hilfe von Aeroshark will die Fluggesellschaft bis 2050 klimaneutral sein.

Nach einem Bericht von Watson planen Lufthansa und BASF, das Projekt weiterzuentwickeln. In Zukunft werde der Oberflächenfilm bei weiteren Flugzeugmodellen angebracht, heißt es. Und: Noch mehr Flugzeugteile sollen damit überzogen werden, derzeit beschränke sich der Einsatz auf die untere Rundhälfte, die Seitenflächen und die Flügel. Laut den Partnerkonzernen könnten dank Aeroshark längerfristig bis zu drei Prozent CO2-Emissionen eingespart werden.

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