Neubauten: Ende der Traufhöhe - Berlin muss nach oben wachsen

Lange galt in der Stadt die Traufhöhe von 22 Metern. Doch weil die Zahl der Einwohner steigt, muss nun höher gebaut werden.

Berlin wächst stetig, 2015 sind 40.000 Menschen mehr zugezogen, als die Stadt verlassen haben. Flüchtlinge noch nicht einmal eingerechnet. Im vergangenen Jahr ist die Einwohnerzahl mutmaßlich noch stärker gewachsen, die Zahlen liegen bislang nicht vor. Folglich werden Zehntausende Wohnungen gebraucht. Und immer mehr reift die Erkenntnis, dass künftig dichter und höher gebaut werden muss – auch in der rot-rot-grünen Regierungskoalition. Die klassische Berliner Traufhöhe von 22 Meter wird als "Maß aller Dinge" immer mehr an Bedeutung verlieren.

In den Außenbezirken wurde bereits in den vergangenen Jahrzehnten häufig ganz anders gebaut – nämlich wesentlich niedriger. Das könne sich Berlin in Zukunft nicht mehr leisten, ist Antje Kapek, Fraktionschefin und Stadtentwicklungsexpertin der Grünen im Abgeordnetenhaus, überzeugt. "Berlin kann in den Außenbezirken dichter werden. Die Potenziale der Stadt liegen in Gatow und Rahnsdorf, nicht in Kreuzberg", sagte Kapek. Außerhalb der innerstädtischen Gründerzeitquartiere seien in der Vergangenheit Flächen verschwendet worden. "Es gibt zu große Lücken, und die Gebäude sind zu niedrig", sagte Kapek der Berliner Morgenpost. 70 Prozent der Baufläche in Berlin könnte höher bebaut werden, so die Grünen-Politikerin.

Es müsse eine grundsätzliche Debatte geführt werden, was "angemessene Dichte" für unterschiedliche Gebiete in Berlin bedeutet. Die bauliche Verdichtung müsse gerecht verteilt werden, forderte Kapek. In den gründerzeit...

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