Neue Enthüllungen über frühere Sicherheitsprobleme bei Boeing 737 MAX

Die Krise beim US-Luftfahrtkonzern Boeing nimmt kein Ende. Dem US-Kongress wurden an Weihnachten neue interne Dokumente in Bezug auf Sicherheitsprobleme beim späteren Unglücksflieger 737 Max übermittelt. Eine Sprecherin des Repräsentantenhauses nannte die Dokumente "verstörend".

Zuerst berichtete die Seattle Times über die neuen Erkenntnisse. Demnach habe unter anderem der damalige Chef-Testpilot von Boeing, Mark Forkner, bereits 2016 in einer E-mail an die US-Luftfahrtbehörde FAA angeregt, beim Pilotentraining in den 737 Max auf die Steuerungssoftware MCAS zu verzichten.

Die Boeing 737 Max war ein Bestseller, bis es zwei Abstürze mit 346 Toten gab. Als eine entscheidende Ursache gilt die fehlerhafte MCAS-Software. Sie ließ die Jets laut Ermittlungsberichten quasi per Autopilot abstürzen.

Boeing hatte bereits nach dem Unglück in Indonesien 2018 versprochen, die Probleme per Software-Update zu beheben. Wenige Monate später kam es zum ebebfalls folgenschweren Absturz in Äthiopien.

Die Krise um den Unglücksflieger 737 Max hatte am Montag Vorstandschef Dennis Muilenburg den Job gekostet. Der 55-jährige wurde durch David Calhoun ersetzt. Die 737-Produktion musste gestoppt werden. Den Rauswurf Muilenburgs bezeichnete die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Elizabeth Warren als "überfällig":