Neue Regeln für Drohnen in Kraft

Neue Regeln für Drohnen in Kraft

Für die Nutzung von Drohnen gelten neue Regeln. Für Geräte unter einem Gewicht von fünf Kilogramm sei grundsätzlich keine Betriebserlaubnis mehr erforderlich, teilte das Bundesverkehrsministerium am Freitag in Berlin mit. Zudem gelte nun nicht mehr, dass Hobby-Piloten ihre Drohnen nur in Sichtweite steuern dürfen. In Flughöhen über 100 Meter dürfen sie demnach jedoch nur unterwegs sein, wenn der Besitzer über einen Kenntnisnachweis verfügt oder das Gerät über einem Modellfluggelände unterwegs ist.

Untersagt ist der Einsatz schon von kleinen Drohnen ab einem Gewicht von 250 Gramm über Wohngrundstücken oder wenn das Gerät optische, akustische oder Funksignale übertragen oder aufzeichnen kann. Darüber hinaus dürfen Einsatzorte von Polizei und Rettungskräften sowie Menschenansammlungen nicht überflogen werden. Auch der Einsatz an Flughäfen ist tabu. Ausnahmen von den Verboten sind laut Verkehrsministerium aber möglich.

Nach Schätzung der Deutschen Flugsicherung sind in Deutschland inzwischen rund 400.000 Drohnen im Einsatz. "Je mehr Drohnen aufsteigen, desto größter wird die Gefahr von Kollisionen, Abstürzen oder Unfällen", erklärte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Deshalb seien "klare Regeln" nötig.

Ab Oktober müssen Drohnen ab einem Gewicht von 250 Gramm gekennzeichnet werden, etwa mit einer Plakette oder einem Aluminiumaufkleber. Zudem wird dann ein Kenntnisnachweis für Geräte ab zwei Kilogramm Gewicht Vorschrift.

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