Neue russische Kältepeitsche könnte Märzwinter zurückbringen

Gestern wurde im Norden Thüringens zum ersten Mal in diesem Jahr die 20-Grad-Marke geknackt. In vielen Regionen Deutschlands lag ein Hauch von Frühling in der Luft. Doch schon am Sonntag könnten an gleicher Stelle Werte unter 0 Grad erreicht werden. Denn der Märzwinter meldet sich ab Samstag offenbar wieder zurück.

“Kaltlufteinbrüche im März, aber auch im April sind nichts Ungewöhnliches und genau eine solche deutliche Abkühlung scheint sich nun für das kommende Wochenende anzudeuten. In der aktuellen Woche ist es besonders im Westen und Süden vielfach sehr mild mit Temperaturen von über 10, teils auch über 15 Grad. Im Nordosten bleibt es schon die ganze Woche über etwas kälter. Dort werden kaum 10 Grad erreicht. Doch ab Samstag kann sich dann offenbar sehr kalte Luft aus Nordosteuropa in vielen Regionen Deutschlands wieder durchsetzen”, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Erst war es am Wochenende sehr warm, es wurden sogar 20 Grad erreicht. Doch zum nächsten Sonntag kommt es wieder zu Dauerfrost!

So geht es in den kommenden Tagen weiter:

Dienstag: 7 bis 12 Grad, viele Wolken und Regen
Mittwoch: 6 bis 14 Grad, bedeckt, nur zeitweise Sonnenschein
Donnerstag: 5 bis 15 Grad, viele Wolken, erst trocken, später gegen Abend aus Westen Regen
Freitag: 7 bis 16 Grad, mal Sonne, mal Wolken, etwas Regen, die tiefsten Höchstwerte im Nordosten
Samstag: 0 bis 12 Grad, Kaltlufteinbruch aus Nordosten, dort stellenweise nur noch um 0 Grad
Sonntag: minus 5 bis plus 3 Grad, die eisige Kaltluft kann sich in fast ganz Deutschland durchsetzen und bringt stellenweise sogar trotz Märzsonne leichten Dauerfrost, insgesamt trocken. In der Nacht zum Montag teilweise bis zu minus 10 Grad kalt
Montag: minus 2 bis plus 5 Grad, vielfach für die Jahreszeit deutlich zu kalt, Sonne und Wolken im Wechsel

In rund 1500 m Höhe kommen aus Richtung Russland ähnlich tiefe Temperaturen angerauscht wie Ende Februar/Anfang März als wir es mit einer sehr markanten Kältewelle zu tun bekamen. Allerdings ist mittlerweile die Kraft der Sonne schon wieder ein ganzes Stück höher. Sie heizt tagsüber so gut ein, dass selbst sehr kalte Luftmassen zügig erwärmt werden. Nur vereinzelt wird Dauerfrost erwartet. Eine ähnliche Wetterlage hätte uns im Dezember oder Januar eine markante Dauerfrostlage für das ganze Land gebracht, denn die Temperaturen liegen in zirka 1500 m Höhe ab Sonntag bei teilweise bis zu minus 20 Grad.

“In der Nacht von Sonntag auf Montag wären im Süden sogar nochmal zweistellige negative Nachtemperaturen möglich. Das wäre ein herber Rückschlag für die aufblühende Natur. Doch es wäre nicht verwunderlich, denn im Klimatrend für den März hatte der US-Wetterdienst NOAA bereits schon vor ein paar Wochen vor einem möglichen Märzwinter gewarnt”, erklärt Jung.

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