Eine neue Studie stellt alles in Frage, was wir bisher über Studiengebühren wussten

Business Insider Deutschland
Haben alle Studenten gleiche Chancen?

Der Gedankenschluss liegt nahe: Wenn das Studium Geld kostet, haben es junge Menschen aus sozial schwachen Verhältnissen schwerer. Wenn sie denn überhaupt noch eine Ausbildung an der Hochschule anstreben.

Das Gegenteil scheint jetzt eine in England durchgeführte Langzeitstudie nahezulegen. Dort gibt es inzwischen seit 19 Jahren Studiengebühren. Die Untersuchung zeigt erstaunlicherweise, dass die ökonomische Ungleichheit unter den Akademikern vor ihrer Einführung höher war.

In den 80er- und 90er-Jahren wollten immer mehr junge Menschen studieren, gleichzeitig hatten die Universitäten begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung. Die Anzahl der Studienplätze wurde stark begrenzt. Studenten aus wohlhabenderen Familien suchten sich dementsprechend finanzkräftige Hochschulen aus – von 1981 bis 1999 stieg der Anteil reicher College-Studenten um 25 Prozent, während Studenten aus sozial schwachen Milieus weniger als fünf Prozent ausmachten.

Studiengebühren für mehr soziale Gerechtigkeit

All das führte dazu, dass die Regierung im Jahre 1998 eine Studiengebühr von 1.000 Pfund pro Jahr einführte. Die Summe stieg kontinuierlich, mittlerweile liegt sie gar bei 9.250 Pfund. Der Clou dabei: Englische Studierende zahlen diese Kosten nicht im Voraus, stattdessen stehen staatlich finanzierte Kredite zur Verfügung.

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