Neue Studie verblüfft: Dubstep soll vor Mücken schützen

Forscher aus Thailand untersuchten das Verhalten von Gelbfiebermücken. (Symbolbild: Getty Images)
  • Forscher haben die Auswirkungen von elektronischer Musik auf das Verhalten von Mücken untersucht
  • Weibliche Mücken stechen bei Dubstep seltener
  • Mücken haben weniger Sex, wenn Skrillex gespielt wird

Der Name Skrillex könnte durchaus auch eine Bezeichnung für eine Insektenart sein, tatsächlich handelt es sich dabei aber um einen Musikproduzenten und DJ aus den USA. Auf seine elektronische Musik scheinen Mücken gar nicht zu fliegen. Eine neue Studie aus Thailand hat jetzt enthüllt, dass die Songs des Dubstep-Königs vor Stechattacken bewahren können.

These: Insekten reagieren auf Musikfrequenzen

Die Ergebnisse der Studie, die jetzt für Furore sorgt, wurde in dem Fachmagazin “Acta Tropica” veröffentlicht. “In dieser Studie haben wir die Auswirkungen elektronischer Musik auf die Nahrungssuche, den Wirtangriff und die sexuellen Aktivitäten der Spezies Aedes aegypti (Gelbfiebermücke) untersucht”, so die Forscher. Die These: Die Insekten reagieren unterschiedlich, je nachdem welche Musikfrequenz gespielt wurde. “Niedrige Frequenzen begünstigen sexuellen Kontakt, wohingegen Lärm das Signal stört”, heißt es in dem Journal.

Der Versuchsaufbau

Hungrige Mückenweibchen und paarungswillige Mückenmännchen wurden gemeinsam mit einem Hamster in einen Versuchskäfig gesperrt. Insbesondere als die Forscher die Tiere mit dem Song “Scary Monsters and Nice Sprites” von Skrillex beschallten, stellten sie Erstaunliches fest. Die weiblichen Steckmücken attackierten den Hamster unter Einfluss der elektronischen Musik wesentlich später und stachen seltener zu. Auch der Sexualtrieb sei gehemmt worden, es kam zu weniger Paarungen.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Es war bereits bekannt, dass sich Mücken zur Paarung zusammenfinden, indem die Männchen das Sirren ihrer Flügel mit dem der Weibchen in Einklang bringen. Bestimmte Geräusche seien laut der Wissenschaftler “für viele Tierarten kritisch, wenn es um Reproduktion, Überleben und Arterhaltung geht”.

Mücken mögen die Frequenzen des Skrillex-Songs “Scary Monsters and Nice Sprites” nicht. (Bild: Jason Merritt/Getty Images

So ist beispielsweise auch bekannt, dass bestimmte Käfer weniger fressen, wenn sie mit lautem Heavy Metal beschallt werden. Gelbfiebermücken wiederum sind keine Fans von Dubstep. Der Skrillex-Track aus dem Jahr 2010 zeichnet sich durch eine besondere Mischung aus einem extrem hohen und sehr niedrigen Frequenzbereichen aus. Wer beim nächsten Grillabend im Freien also nicht gestochen werden möchte, kann es ja mal mit Dubstep als Mückenschutz versuchen.

Mücken im Zimmer können nerven, doch dieser Mann fand ein viel größeres Tier unter seiner Matratze: