Neue Studie: So gefährlich sind Schock-Schilder im Straßenverkehr

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Eigentlich sollen sie dafür sorgen, dass weniger Unfälle passieren: In den USA gibt es auf den Autobahnen Sicherheitskampagnen mit Verkehrstafeln, die Schock-Statistiken über Verkehrstote anzeigen. Doch eine neue Studie dazu zeigt das Gegenteil: Solche Schilder können auch Unfälle provozieren.

Schilder mit Statistiken über Verkehrstote sollen eigentlich mehr Todesopfer auf den Straßen verhindern. (Bild: Getty Images)
Schilder mit Statistiken über Verkehrstote sollen eigentlich mehr Todesopfer auf den Straßen verhindern. (Bild: Getty Images)

"Langsam fahren", "Vorsicht nasse Fahrbahn" oder "Vorausschauend fahren" – Mit solchen Warntafeln wollen viele US-Staaten die Autofahrer*innen auf den Highways zu mehr Umsicht ermutigen. Dabei geht es nicht immer nur um Warnungen. Manchmal zeigen die digitalen Tafeln auch erschreckende Statistiken an, beispielsweise im US-Bundesstaat Texas, wo es dann heißt: "In diesem Jahr gab es bereits 1669 Verkehrstote auf den Straßen von Texas". Deutsche Autofahrer*innen kennen diese Art der drastischen Abschreckung auch. Bei uns wurde das auf den Autobahnen mit Schockplakaten umgesetzt, die mit Unfallopfern auf die Gefahr von Handys am Steuer und Raserei hinweisen sollen.

Der Sinn ist bei beiden Varianten gleich: Die Schilder sollen die Autofahrer*innen zu mehr Vorsicht und Umsicht im Straßenverkehr anhalten. Doch eine neue Studie, die in den USA die Wirkung der Sicherheitskampagnen untersuchte, kommt zu einem nicht minder erschreckenden Ergebnis: Die Warnschilder können gerade durch ihre Schockwirkung auch Unfälle provozieren.

Schock-Schilder sorgen für höheres Unfallrisiko

Die Studienautor*innen veröffentlichten ihre Arbeit auf dem Portal science.org. Sie verglichen die Statistiken der Autounfälle mit der Präsenz der Warnschilder im Bundesstaat Texas in einer Zeitspanne von 2010 bis 2017.

Sie fanden heraus, dass Autofahrer*innen nach einer abschreckenden Warntafel mit Verkehrstoten-Statistiken ein bis zu 4,5 Prozent höheres Risiko haben, in den nächsten zehn Kilometern einen Unfall zu verursachen. Allein in Texas könnte diese Rate dann für 2.600 Unfälle pro Jahr verantwortlich sein. Landesweit würden sich dann sogar bis zu 17.000 Autounfälle pro Jahr darauf zurückführen lassen, so die Autor*innen.

Schilder irritieren durch ihre Dramatik

Der Grund für das erhöhte Unfallrisiko liegt in der besonderen Dramatik dieser Warnschilder mit Verkehrstoten-Statistiken. Sie seien, so die Autor*innen der Studie, einfach zu plakativ und würden die Autofahrer*innen derart erschrecken und irritieren, dass die Vorsicht im Straßenverkehr eher nachlässt als ansteigt.

Im Video: Flüchtiger Autofahrer schlängelt sich durch den Verkehr

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