Neue Töne aus London - Britische Regierung will Handel mit EU intensivieren

Der neue Premier hatte bereits im Wahlkampf das Aus für den Ruanda-Deal angekündigt.<span class="copyright">Chris Eades/The Sun/PA Wire/dpa</span>
Der neue Premier hatte bereits im Wahlkampf das Aus für den Ruanda-Deal angekündigt.Chris Eades/The Sun/PA Wire/dpa

Die neue Labour-Regierung will die Handelsbeziehungen zur EU verbessern. Eine Rückkehr in die EU ist jedoch ausgeschlossen.

Die neue Labour-Regierung will den Handel mit der EU zu intensivieren. Das berichtet die „Tagesschau“. Im Interview mit „Sky News“ betonte Handelsminister Jonathan Reynolds: „Wenn wir mehr Whisky und Lachs auf einem für uns so wichtigen Markt verkaufen können, dann sollten wir solche Möglichkeiten ausloten“.

Scharfe Kritik an Vorgängerregierung

Reynolds macht kein Geheimnis aus seiner Kritik an der konservativen Vorgängerregierung. Diese sei für die aktuellen Handelsprobleme verantwortlich. „Um ehrlich zu sein, liegt es sehr im nationalen Interesse Großbritanniens, eine Beziehung zu Europa aufzubauen, die nicht von der internen Politik der Konservativen Partei bestimmt wird“, so Reynolds. Die wirtschaftliche Lage Großbritanniens gilt als einer der Gründe für die Niederlage der Konserativen. Die neue Regierung setzt auf pragmatische Ansätze. Beispielsweise soll die gegenseitigen Anerkennung beruflicher Qualifikationen erleichtert werden.

Keine Rückkehr in die EU

Trotz der neuen Bemühungen schloss Reynolds eine Rückkehr in die Europäische Union aus: „Wir sind nicht offen für die Freizügigkeit von Personen, das ist Teil einer EU-Mitgliedschaft, und das werden wir nicht wieder aufgreifen“. Großbritannien hatte Anfang 2020 die EU verlassen und ist seit 2021 auch nicht mehr Mitglied der Zollunion.