Neue Unterkünfte: Die letzten Flüchtlinge verlassen die Turnhallen in Berlin

Alle Sporteinrichtungen in Berlin sind jetzt wieder frei. Die Asylsuchenden sind in Notunterkünfte und Tempohomes umgezogen.

Berlin.  Anderthalb Jahre nachdem der Senat die erste Sporthalle mit Flüchtlingen belegt hat, sind jetzt die letzten Asylsuchenden aus diesen Notunterkünften ausgezogen. Damit endet eine Krisensituation, die unter dem Druck des massiven Zuzuges im Herbst 2015 begonnen hatte. Damals kamen täglich mehrere Hundert Asylsuchende in Berlin an, andere Notunterkünfte standen nicht zur Verfügung.

Phasenweise kampierten fast 10.000 Menschen in 62 Sporthallen an 50 Standorten, die der Senat mit dem Mittel des Polizeirechts requiriert hatte. Dutzende von Schulen und Sportvereinen waren betroffen, Tausende Sportler konnten nicht trainieren. Für das Land waren die Turnhallen extrem teuer. Ein Platz dort kostete fast 50 Prozent mehr als in einer regulären Gemeinschaftsunterkunft.

An diesem Freitag werden Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) und Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) gemeinsam mit der Präsidentin des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten, Claudia Lange­heine, in der Turnhalle an der Pankower Fritz-Reuter-Straße demonstrieren, dass sie ihre Zusage eingehalten haben. Sie haben es geschafft, im ersten Quartal 2017 die Turnhallen freizuziehen. Noch Ende Januar hatte Breitenbach selbst gezweifelt, ob dieses Ziel erreicht werden könne.

Die Not der Menschen in den Hallen war so groß, dass die Senatorin im Januar erneut das Polizeirecht bemühte, um trotz nicht erfolgter Ausschreibungen Betreiber für neue Flüchtlingsheime zu verpflichten. Der Syrer Mahmoud Masri lebte drei Monate in...

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