Neue Unwetterlage: Aus Westen wieder Gewitter mit Starkregen

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Feuerwehr im Einsatz nach einem Unwetter in Karlsbad (Baden-Württemberg) am Sonntag (Bild: Thomas Riedel/dpa)
Feuerwehr im Einsatz nach einem Unwetter in Karlsbad (Baden-Württemberg) am Sonntag (Bild: Thomas Riedel/dpa)

Der Siebenschläferzeitraum endet in diesen Tagen. Wie das Wetter Ende Juni bzw. Anfang Juli ist, so geht es mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch in den kommenden Wochen weiter. Dieses Jahr scheint die Regel recht gut zu liegen. Wir haben eine sehr wechselhafte Wetterlage in diesem Zeitraum gehabt und genauso scheint es auch in den nächsten Tagen und Wochen weiterzugehen.

Eine stabile Hochdruckwetterlage ist nicht in Sicht. Es bleibt erstmal bei der Luftmassengrenze. Aus Osteuropa drücken immer wieder feucht-warme bis heiße Luftmassen in den Osten des Landes. Dazu kommt aus Westen immer wieder kühle Luft. Beide Luftmassen stoßen über Deutschland zusammen und daher gibt es immer wieder Schauer und Gewitter und die zum Teil kräftig mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Die werden uns auch im Rest dieser Woche begleiten.

"Stabiles Sommerwetter durch ein Hockdruckgebiet ist in den kommenden Tagen einfach nicht in Sicht. Es geht recht wechselhaft weiter. Die Temperaturen bleiben oftmals recht sommerlich, besonders nach Osten hin. Selbst 20 Grad fühlen sich aufgrund der feuchten und schwülen Luftmasse oftmals deutlich höher. Heute ziehen schon am Morgen und Vormittag aus Westen Schauer und Gewitter auf. Regional kann es auch wieder Unwetter geben. Das bleibt auch in im gesamten Rest der Woche. Nur am Mittwoch ist es zeitweise etwas ruhiger. Besonders am Donnerstag und Freitag gibt es neue Schauer und Gewitter. Das stabile Sommerhoch ist nicht weg, es ist nur woanders, es liegt in Osteuropa. Dort ist es rund um Russland sehr sonnig und hochsommerlich heiß. Die warmen bis heißen Luftmassen haben es nun sogar schon wieder bis zum Polarkreis geschafft. In Lappland wurden am vergangenen Wochenende über 30 Grad gemessen. Topwerte bis 33 Grad wurden in Lappland registriert. Damit war es wieder mal um den Polarkreis wärmer als bei uns in Deutschland. Es ist eine verrückte Wetterwelt. In den nächsten Tagen wird es zudem auf der Iberischen Halbinsel immer heißer. Dort sind im Süden Spaniens sogar 48 oder 49 Grad möglich. Überschreitet das Thermometer die 48-Grad-Marke, dann haben wir einen neuen Hitzerekord in Europa. Noch hält den mit exakt 48,0 Grad nämlich Griechenland, gemessen am 10. Juli 1977", erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met dem Wetterportal wetter.net

So geht es in den kommenden Tagen weiter:

Dienstag: 22 bis 30 Grad im Osten, immer wieder Schauer und teils starke Gewitter, im Osten oft freundlich

Mittwoch: 21 bis 25 Grad, weitere Schauer und Gewitter, nach Süden und Südosten teilweise Unwetter

Donnerstag: 19 bis 24 Grad, immer wieder Schauer und Gewitter mit Starkregen und Überflutungsgefahr!

Freitag: 21 bis 25 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, einzelne Schauer und Gewitter

Samstag: 22 bis 28 Grad, zeitweise Sonnenschein, kaum noch Gewitter

Sonntag: 23 bis 27 Grad, Sonne und neue Schauer und Gewitter

In diesem Sommer werden wir sicherlich noch weitere Unwetter bekommen. Die Jahreszeit bleibt auf absehbare Zeit turbulent. Immer wieder heftige Gewitter. Das größte Problem ist dabei der Starkregen. Der hat in den letzten Wochen schon viele Schäden verursacht.

"Der Sommer ist für viele Menschen schon sehr teuer geworden. Einige hatten in diesem Sommer schon 2 oder gar 3 Mal das Wasser im Keller stehen und das mit immensen Schäden. Das wird auch in den kommenden Tagen und Wochen so weitergehen", warnt Wetterexperte Jung.

Es ist einfach keine Wetterberuhigung in Sicht.

Video: Deutschland laut Risikoanalyse des Bundes stark durch Extremwetter gefährdet

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