Neue Variante des Coronavirus: Was bisher über C.1.2 bekannt ist

·Freie Autorin
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In Südafrika wurde eine neue Variante des Coronavirus entdeckt. C.1.2 nennt sich der neue Stamm, den Forscher mit Sorge sehen, da er sich - ähnlich wie die Delta-Variante - schnell ausbreitet und außerdem gleich 59 Mutationen aufweist.

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Eine neue, besonders stark mutierte Variante des Coronavirus bereits Experten Sorge (Symbolbild: Getty Images)

Das südafrikanische Institut für Infektionskrankheiten hat eine Warnung vor einer neuen Corona-Variante herausgegeben. C.1.2. wurde in allen Provinzen des Landes festgestellt, allerdings in noch geringen Zahlen.

Ähnliche Mutationen wie Delta

Dass die Variante, die erstmals im Mai festgestellt wurde, von Experten dennoch mit Besorgnis gesehen wird, liegt an seinen vielen Mutationen - 59 an der Zahl. Der neue Stamm hat sich damit bislang am weitesten vom ursprünglichen Stamm aus Wuhan entfernt.

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Viele der Mutationen sitzen am Spikeprotein, an dem auch die Impfstoffe ansetzen. Etwa die Hälfte ähneln der Mutationen anderer Varianten, die bereits zum Problem geworden sind, wie beispielsweise Delta. 

Wie gefährlich ist C.1.2.?

Auch in europäischen Ländern ist C.1.2. bereits festgestellt worden, darunter in Großbritannien, China, Neuseeland, Portugal und der Schweiz. Und auch hiesige Experten wurden bereits auf den neuen Stamm aufmerksam. 

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SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach nannte C.1.2. auf Twitter eine "potentiell sehr gefährliche SarsCoV2-Variante", die sich schnell verbreiten würde. "Ob sie aber gefährlicher ist als Delta ist noch unklar. Zeigt aber: wir müssen Afrika Impfstoff geben." 

CAPE TOWN, SOUTH AFRICA - JUNE 09: Mixing the Pfizer vaccine at the Cape Peninsula University of Technology (CPUT) on June 09, 2021 in Cape Town, South Africa. It is reported that the university has become the country's first tertiary institution to open a vaccination centre for staff and students. (Photo by ER Lombard/Gallo Images via Getty Images)
Länder mit hoher Impfquote weisen weniger Mutationen auf - in Südafrika herrscht jedoch Knappheit an Impfstoff (Bild: ER Lombard/Gallo Images via Getty Images)

Auch andere Experten gaben an, dass bisher noch zu wenig über den neuen Stamm bekannt ist, um eine konkrete Aussage über seine Gefahr treffen zu können. Mutationen des Coronavirus gibt es stetig neue, doch die Art der Mutation von C.1.2. könnte einer aktuellen Studie zu dem Stamm beispielsweise zu einer schnelleren Übertragungsrate führen. 

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Auch ist noch nicht erwiesen, was die neue Variante des Virus für den Impfschutz bedeutet. Forscher merkten allerdings bereits in der Vergangenheit an, dass eine Impfung vor schwerem Verlauf von Covid-19 schützen kann und eine hohe Impfquote weitere Mutationen eindämmen können, denn um mutieren zu können, braucht ein Virus so viele Wirte wie möglich.

Nach wie vor herrscht Delta vor

Noch ist allerdings auch in Südafrika Delta die vorherrschende Variante des Coronavirus. Und wie die Virologin Dr. Megan Steain The Guardian mitteilte, ist nicht einmal ausgeschlossen, dass sich der neue Stamm nicht durchsetzen kann. Delta habe bisherige Mutanten wie Alpha oder Beta verdrängt, und "C.1.2. müsste ganz schön gut, stark und schnell sein, um Delta aus dem Feld schlagen zu können". 

Einen echten Vorteil Delta gegenüber und die Chance, sich global auszubreiten, hätte C.1.2. vor allem dann, wenn der Stamm der menschlichen Immunabwehr entkommen könnte. Ob er dies kann, müssen weitere Studien zeigen. 

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