Neuer EU-Handelskommissar reist erstmals zu Gesprächen mit US-Regierung

EU-Handelskommissar Phil Hogan

Der neue EU-Handelskommissar Phil Hogan reist am Dienstag erstmals nach Washington, um den transatlantischen Handelsstreit zu entschärfen. Nach Angaben der Kommission stehen Treffen mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer, Finanzminister Steve Mnuchin und Handelsminister Wilbur Ross auf der Agenda. Hintergrund sind Drohungen von US-Präsident Donald Trump, weitere Strafzölle auf europäische Produkte zu erheben.

Zuletzt hatte Trump Frankreich wegen dessen Digitalsteuer auf große Internetkonzerne ins Visier genommen und Aufschläge auf französische Luxusgüter im Wert von 2,2 Milliarden Euro angedroht. Im Raum stehen zudem weiterhin Strafzölle auf die Einfuhr europäischer Autos, was besonders Deutschland treffen würde. Brüssel erhoffe sich von Hogans Reise, dass "Gemeinsamkeiten und hoffentlich auch mögliche Lösungen für einige der Probleme" gefunden werden, sagte ein Kommissionssprecher.