Neuer Mazda 3 (2019): Basispreis von fast 23.000 Euro

feedback@motor1.com (Stefan Leichsenring)
Mazda3, alt gegen neu

Die Japan-Marke bewegt sich preislich in Richtung Premium (Update)

Der neue Mazda 3 ist seit 10. Januar 2019 bestellbar, am 22. März steht das Auto beim Händler. Die Preise beginnen bei 22.990 Euro -- teuer genug für einen Kompaktwagen. Doch wenn man den Konfigurator auf der Mazda-Seite für den Wagen startet, erscheint ein um 900 Euro höherer Preis. Der Grund ist, dass der Konfigurator den Mazda 3 ungebeten gleich in schickem, aber aufpreispflichtigem Rot zeigt. Wir haben uns in der ersten Version dieses Artikels (vom 29. Januar) täuschen lassen und etwas von einer Preiserhöhung auf 23.890 Euro geschrieben. Also nochmal: Der Grundpreis liegt bei 22.990 Euro.

Mehr zum neuen Mazda 3 und zum neuen Motor:

Zunächst gibt es den Kompaktwagen nur als Fünftürer, die viertürige Stufenheckvariante Mazda 3 Fastback ist erst ab Frühjahr 2019 bestellbar. Die Motorisierungen umfassen derzeit einen 2,0-Liter-Saugbenziner (122 PS) und einen 1,8-Liter-Diesel (116 PS).

  Leistung Getriebe   Skyactiv-G 2.0 MHybrid 122 PS 6-Gang-Schaltung ab 22.990 Euro Skyactiv-D 1.8 116 PS 6-Gang-Schaltung ab 25.290 Euro Skyactiv-X 2.0 MHybrid k.A. k.A. k.A.

Der Benziner Skyactiv-G verfügt über eine verbrauchssenkende Zylinderabschaltung und ein neues Mildhybrid-System („MHybrid“), außerdem braucht er für die strenge Abgasnorm Euro-6d-Temp keinen Otto-Partikelfilter, sondern hält sie durch innermotorische Maßnahmen ein. Auch der Selbstzünder Skyactiv-D hat eine Besonderheit: Er erfüllt die Euro 6d-Temp mit einem NOx-Speicherkat, ein Adblue-System ist laut Mazda nicht nötig. Der dritte Motor, der technisch interessante Skyactiv-X-"Diesotto" folgt später.  

Die Preise sind für einen Kompaktwagen des Volumensegments sehr hoch, wie unsere aktualisierte Vergleichstabelle zeigt. Sogar der deutlich größere Skoda Octavia ist in der Basis über 3.000 Euro günstiger. Anders fällt der Vergleich mit Premiumautos wie dem BMW 1er und Audi A3 aus, die es erst ab etwa 25.500 Euro gibt.

Unsere Vermutung: Mazda will allmählich ins Premiumlager wechseln. So ist die Serienausstattung auch ungewöhnlich umfangreich. Sie umfasst LED-Scheinwerfer, Klimaanlage, Alufelgen, eine "teildigitale" Instrumenteneinheit, ein Head-up-Display mit Projektion in die Windschutzscheibe, ein Infotainmentsystem mit 8,8-Zoll-Display, Navigationsgerät, Verkehrszeichenerkennung, Smartphone-Anbindung sowie ein DAB-Radio. Auch eine Tempomat, ein Stauassistent, ein City-Notbremssystem mit Fußgängererkennung, ein Spurwechselassistent und eine Ausparkhilfe für den Heckbereich sind stets an Bord.

Für 2.000 Euro Aufpreis gibt es eine Sechsstufen-Automatik. Erstmals gibt es den Mazda 3 auch mit Allradantrieb. Das gilt allerdings nur für den Benziner und der Aufpreis wurde noch nicht mitgeteilt.

Hier sehen Sie das alte Cockpit (mit kleinem Plastik-Head-up-Display) und das neue im Vergleich:

Mazda3, alt gegen neu
Mazda3, alt gegen neu

Hier können Sie die alte Außenoptik (vor diagonalem Gitter) mit dem neuen Look vergleichen:

Mazda3, alt gegen neu
Mazda3, alt gegen neu

Zu den optionalen Sicherheitssystemen gehört eine ungewöhnliche "Frontüberwachung". Das System erkennt beim Einfahren in unübersichtliche Kreuzungen Autos und andere Fahrzeuge, die sich von links oder rechts nähern. Außerdem gibt es einen Aufmerksamkeitsassistenten, der mit Hilfe einer Infrarotkamera den Fahrer überwacht. Das neue Modell lässt sich auf der Mazda-Seite bereits konfigurieren. Weltpremiere hatte der neue Mazda 3 schon auf der Los Angeles Auto Show im November 2017. Danach stand der Wagen vom 18. bis 20. Januar 2019 auf der Möbelmesse in Köln.