Neues Angebot in Hamburg: Pflege-„Tinder“ gegen den Personal-Notstand

Der Pflege-Notstand ist auch in Hamburg deutlich spürbar. Zahlreiche Krankenhäuser und Seniorenheime suchen händeringend nach Personal. Ein Start-Up aus Berlin verspricht Abhilfe. „Medwing“ funktioniert wie eine Datingseite für Medizin-Jobs. Nun expandiert die Firma auch nach Hamburg. Die MOPO sprach mit einem Mann, der beruflich einen Neustart wagt.

Stephan Wendel ist Gesundheits- und Krankenpfleger. Er arbeitet als einer von rund 30.000 Pflegekräften in Hamburg. Wendel schätzt die Abwechslung in seinem Job. „Immer wieder gibt es neue Aufgaben. Von morgens bis abends im Büro sitzen, das wäre nichts für mich“, sagt er.

Seine Frau arbeitet ebenfalls in der Pflege, für beide ist es nicht immer einfach, ihre Dienstpläne und das Familienleben unter einen Hut zu bekommen. Heute arbeitet der 38-Jährige im Uniklinikum Eppendorf auf der Intensivstation. Er hat sich bewusst für eine Zeitarbeitsstelle entschieden, weil er seine Schichten individuell einteilen möchte. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe geht davon aus, dass der Anteil an Zeitarbeitskräften aller Stellen etwa zwei Prozent ausmacht.

Pflegenotstand in Hamburg: Patienten leiden unter Personalmangel

Die Bundesagentur für Arbeit bewertet Hamburg als eines von vier Bundesländern, in denen es „Anzeichen für Engpässe" in der Pflege gibt. Im November 2019 lag die Zahl der offenen Stellen in der Krankenpflege bei rund 400. Hinzu kommen fast 300 offene Stellen in der Altenpflege. Für 2020 hat die Stadt deshalb die großangelegte Kampagne „Das ist Pflege" angekündigt, um den Berufszweig wieder attraktiver zu machen. 

Eine neue Chance für die Jobsuche in Hamburg?

Stephan Wendel hat seinen neuen Job über die Plattform „Medwing“ gefunden....Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo