Neues Kreuzberger Zentrum: Gewobag bekommt Zuschlag für NKZ am Kottbusser Tor

Der Gebäudekomplex mit 295 Sozialwohnungen und 90 Läden soll für 56,5 Millionen Euro an die landeseigene Gewobag gehen.

Die Aufregung im Vorfeld war groß, am Ende jedoch lief alles recht unspektakulär ab. Das Neue Kreuzberger Zen­trum (NKZ), ein Sozialbau aus den 70er-Jahren mit rund 300 Wohnungen am Kottbusser Tor in Kreuzberg, geht nun doch nicht zum Höchstgebot an einen privaten Investor. Dieser hatte die gesetzte Frist Donnerstagnacht verstreichen lassen, ohne den erforderlichen Finanzierungsnachweis in Höhe von knapp 60 Millionen Euro zu erbringen. Und so kam es, dass die landeseigene Gewobag zum Zuge kam. Am Freitagabend wurde der Vertrag notariell beurkundet, sagte Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) der Berliner Morgenpost.

"Mit dem Kauf des Neuen Kreuzberger Zentrums setzen wir einen erfolgreichen Schlusspunkt hinter einen intensiven Verhandlungsprozess", sagte Lompscher. "Für Berlin ist das eine gute Nachricht: Wieder konnte in enger Zusammenarbeit mit Beteiligten auf Seiten des Landes und Bezirks ein Haus in kommunaler Hand gesichert werden", ergänzte Markus Terboven, Vorstandsmitglied der Gewobag und nunmehr Eigentümer des NKZ.

Bezirkliches Vorkaufsrecht kommt nicht zum Einsatz

Damit ist auch klar, dass das bezirkliche Vorkaufsrecht, das Florian Schmidt, grüner Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, den bisherigen Eigentümern angedroht hatte, nun nicht zum Einsatz kommt. Dennoch ist der Baustadtrat überzeugt, dass die Androhung, der Verkauf des NKZ an einen Privaten nur in ein Vorkaufsrecht des Bezirks münden würde, letztlich zum Erfolg führte.

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