Neues Schadenersatz-Urteil gegen TÜV im Brustimplantate-Skandal

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Die PIP-Implantate waren minderwertig

Mehr als zehn Jahre nach dem Skandal um minderwertige Brustimplantate des französischen Herstellers Poly Implant Prothèse (PIP) wird am Donnerstag ein Urteil gegen den TÜV Rheinland erwartet (14.00 Uhr). Das Berufungsgericht in der südfranzösischen Stadt Aix-en-Provence entscheidet, ob der TÜV als Prüfstelle für die fehlerhaften Implantate eine Entschädigung in Höhe von insgesamt rund 60 Millionen Euro an 20.000 Frauen zahlen muss.

Der TÜV hat Berufung gegen die Entscheidung der Vorinstanz eingelegt. Der Überwachungsverein sieht sich als Opfer des Herstellers PIP, der Mängel an den Silikonimplantaten bis 2010 verschwieg. Weltweit trugen rund 400.000 Frauen gesundheitliche Schäden davon, auch in Deutschland waren tausende betroffen.

lob/bfi