Neuseeland öffnet im August seine Grenzen für alle Reisenden aus dem Ausland

Regierungschefin Jacinda Ardern (AFP/ROSLAN RAHMAN) (ROSLAN RAHMAN)

Neuseeland öffnet zwei Monate früher als geplant seine Grenzen für alle Reisenden aus dem Ausland. Wie Regierungschefin Jacinda Ardern am Mittwoch ankündigte, werden die wegen der Corona-Pandemie verhängten strengen Einreisebeschränkungen in der Nacht zum 1. August vollständig aufgehoben. Auch ein Corona-Test vor der Abreise ist dann nicht mehr nötig.

Reisende, deren Länder am Programm für visumfreies Reisen teilnehmen, können bereits seit dem 1. Mai wieder nach Neuseeland einreisen, ohne sich nach der Ankunft in Selbstisolation begeben zu müssen. Das gilt unter anderem für alle EU-Mitgliedstaaten, die USA und Kanada. Die Öffnung für alle anderen Länder war bisher erst für Oktober geplant.

Mit der früheren Öffnung will Neuseelands Regierung die Wirtschaft wieder ankurbeln - vor allem die notleidende Tourismus-Industrie. Gleichzeitig bleibe Fluggesellschaften und Reedereien noch genug Vorbereitungszeit für die Rückkehr nach Neuseeland in der im neuseeländischen Frühjahr beginnenden Hauptsaison, sagte Ardern.

Die im März 2020 verhängten strikten Einreisebestimmungen gelten als einer der Hauptgründe für Neuseelands erfolgreichen Kampf gegen das Coronavirus: Seit Beginn der Pandemie verzeichnete das Land nur 855 Todesfälle, die meisten seit der Lockerung der Corona-Beschränkungen im März inmitten einer Omikron-Welle.

Im Jahr 2019 und damit vor der Pandemie hatte Neuseeland 3,9 Millionen Besucher aus dem Ausland verzeichnet und damit umgerechnet knapp 9,9 Milliarden Euro erwirtschaftet. Während des größten Teils der Pandemie mussten sich dann aber alle internationalen Reisenden nach ihrer Ankunft einer zweiwöchigen Quarantäne in von der Regierung betriebenen und vom Militär bewachten Hotels unterziehen.

mid/bfi

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