Neuwahlen in Großbritannien: Parteichefs begrüßen Mays Schritt

Nach der Ankündigung der britischen Regierungschefin Theresa May, einen Antrag auf Neuwahlen ins Unterhaus einzubringen, haben sich die Vorsitzenden der Labourpartei, der Liberaldemokraten und der schottischen Nationalpartei zu dem Plan geäußert.

Labours Parteichef Jeremy Corbyn begrüßte Mays Schritt. Er sagte, das sei eine Möglichkeit, die Menschen aufzufordern, sich gegen die Regierung zu stellen. Die Regierung habe den NHS, das nationale Gesundheitssystem, vor Probleme gestellt, die Schulen unterfinanziert und viele Menschen in Schwierigkeiten gebracht. “Wir wollen eine Gesellschaft, die für alle sorgt, eine Wirtschaft, die für alle funktioniert und einen Brexit, der gut für jeden ist”, sagte Corbyn.

I welcome this #GeneralElection as an opportunity to form a Labour government that can transform Britain. pic.twitter.com/5PyPEX6CnM— Jeremy Corbyn MP (@jeremycorbyn) 18 April 2017

Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon sagte, die Schotten hätten nun eine weitere Möglichkeit, die engstirnige und spaltende Politik der Konservativen zurückzuweisen. Sie warf May jedoch auch vor, im Parteiinteresse zu handeln und nicht in dem des Landes.

Es sei klar, dass May die Gelegenheit nutze um die Opposition und Abgeordnete, die sich gegen sie stellen, loszuwerden, sagte Sturgeon.

The Tories see a chance to move the UK to the right, force through a hard Brexit and impose deeper cuts. Let’s stand up for Scotland. #GE17— Nicola Sturgeon (@NicolaSturgeon) 18 April 2017

Tim Farron, der Vorsitzende der Liberaldemokraten, nannte die Neuwahlen eine Möglichkeit für die Menschen, die Richtung zu ändern, in die das Land steuert. “Die Wähler können nun zeigen, dass sie keinen harten Brexit wollen, dass sie im gemeinsamen Markt bleiben wollen”, sagte Farron. Für die Liberaldemokraten sei es eine Chance, eine starke Opposition zu bilden. “Das braucht dieses Land dringend.”

Tim Farron response to #GeneralElection 2017 https://t.co/17jn1d3gwW— Tim Farron (@timfarron) 18 April 2017

Regulär sollte erst wieder im Jahr 2020 gewählt werden.

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